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Wolfgang Niersbach: "Auf dem Gipfel angekommen"

Für den DFB-Präsident ist der Erfolg Resultat der guten Nachwuchsarbeit. Mario Götzes Name wird für ihn mit dem Titel verbunden bleiben.

Rio de Janeiro. Es gibt Momente, die sind größer als Menschen. Mario Götzes feiner Volley in der 113. Minute war so einer. Der Name des jungen Müncheners wird wohl immer in einem Atemzug mit dem vierten Weltmeistertitel Deutschlands genannt werden,  davon ist auch DFB-Präsident Wolfgang Niersbach überzeugt.

"Er wird ähnlich wie der Elfmeterschütze Andreas Brehme 1990 immer mit dem WM-Titel 2014 in Verbindung gebracht werden. Mario Götze hat bestimmt nicht seine Topleistung während des ganzen Turniers gebracht. Deshalb ist ein solcher Moment auch für ihn pures Glück, pure Freude. Darauf kann er stolz sein", lässt der 63-Jährige im Gespräch mit dem SID verlauten.

Doch auch beim Funktionär selbst drückte der langersehnte Titel gehörig auf das Euphorie-Zentrum: "Ich bin natürlich überglücklich. Und das dann gemeinsam mit der Kanzlerin und dem Bundespräsidenten zu feiern. Das war schon toll. Allerdings kann man auf der Ehrentribüne nicht so gut hüpfen.“

Gute Nachwuchsarbeit macht den Erfolg möglich

Den einen, alles entscheidenden Schlüssel zum Erfolg sieht Niersbach in der Analyse nicht. Viele Faktoren hätten die magische Nacht in Rio letzten Endes möglich gemacht. Besonders herausheben wollte der ehemalige DFB-Pressesprecher aber die hervorragende Nachwuchsarbeit in der Bundesliga. "Unter anderem standen heute sechs Spieler auf dem Platz, die 2009 U21-Europameister geworden sind. In den Vereinen wird eine tolle Nachwuchsarbeit geleistet, von der die Nationalmannschaft profitiert. Deshalb wissen wir heute schon, dass weitere tolle Spieler nachrücken“, gibt er zu verstehen.

Seine Mannschaft sieht er nach dem spannenden Abnutzungskampf gegen bissige Argentinier "auf dem Gipfel angekommen" und fügt hinzu:  "Das hat sie sich redlich verdient. Das ist ein echtes Team, mit allen seinen 23 Spielern." 

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