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Rückenwirbel gebrochen: WM für Neymar beendet

Nach einem Foul in der Schlussphase des Viertelfinales musste der Brasilianer vom Platz getragen werden - und wird bei der WM nicht mehr zurückkehren.

Fortaleza. Die Selecao muss vor dem Traum-Halbfinale der Heim-WM gegen Deutschland einen bitteren Schock verkraften: Superstar Neymar hat sich beim 2:1-Viertelfinalsieg gegen Kolumbien schwer verletzt. Er brach sich bei einem Foulspiel den dritten Lendenwirbel. Brasiliens stellvertretender Teamarzt Rodrigo Lasmar bestätigte dies.

Der Stürmer des FC Barcelona musste in der Schlussphase mit einer Trage vom Platz gebracht werden und weinte vor Schmerzen. Gegenspieler Juan Zuniga hatte ihn bei einer überharten Attacke mit dem Knie am Rücken getroffen, blieb dafür jedoch unbestraft.

Im Krankenhaus Clinica Sao Carlos in Fortaleza wurde Neymar untersucht und ihm wurden Schmerzmittel gespritzt. Globoesporte meldet einen Ausfall von vier bis sechs Wochen.

Neymar muss allerdings nicht operiert werden, sondern soll konservativ behandelt werden, verlautete die medizinische Abteilung. Brasiliens Ausnahmespieler, der bislang vier Turniertore erzielte und das 1:0 gegen Kolumbien per Eckball vorbereitete, muss allerdings ein Stützkorsett tragen.

"Er hat vor Schmerzen geschrien"

"Jetzt, da wir wissen, dass das Turnier für ihn vorbei ist, sind wir sehr traurig. Wir wissen, wie sehr Ney bei dieser WM glänzen wollte. Ich kann es noch nicht glauben, dass Ney am Dienstag nicht mitspielen wird", sagte Torhüter Julio Cesar gegenüber Globoesporte.

Luiz Felipe Scolari hatte schon - bevor die Diagnose feststand - nicht mehr an einen Einsatz von Neymar gegen Deutschland geglaubt. "Ich denke nicht, dass Neymar spielen kann", hatte der Trainer bei der Pressekonferenz gesagt: "Er hat vor Schmerzen geschrien. Hoffen wir, dass es nichts Ernsthaftes ist und er in ein paar Tagen wieder mittrainieren kann." Diese Hoffnung blieb unerfüllt.

David Luiz, Schütze zum zwischenzeitlichen 2:0, hatte ebenfalls auf eine schnelle Genesung bis zum Halbfinale gegen Deutschland in Belo Horizonte gehofft. "Ich mache mir große Sorgen um Ney. Wir beten für ihn, ganz Brasilien muss jetzt für ihn beten", so der Innenverteidiger, der nach der Gelbsperre für Kapitän Thiago Silva wohl die Spielführerbinde gegen die Deutschen tragen wird.

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