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Hitzfeld "sehr traurig" über spanisches WM-Aus

Spanien verabschiedet sich ohne Pauken und Trompeten von der WM, aber nicht nur die Iberer betrauern das, auch in Europa bedauert man das frühe Aus.

Salvador de Bahia. Der Schweizer Fußball-Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld bedauert das Vorrunden-Aus des Titelverteidigers Spanien bei der WM in Brasilien. Welt- und Europameister Spanien hatte mit dem 0:2 gegen Chile vorzeitig alle Chancen auf den Achtelfinaleinzug verspielt.

"Ich war sehr traurig", sagte der ehemalige Münchner und Dortmunder Meistermacher in Salvador da Bahia vor dem zweiten Gruppenspiel der Eidgenossen am Freitag (21.00 Uhr MESZ) gegen Frankreich.

Europa trauert um Spanien

"Spanien hat den Weltfußball dominiert und alle mit seinem fantastischen Fußball erfreut", äußerte der 65-Jährige, "dass sie ausgeschieden sind, ist nicht gut für die Weltmeisterschaft. Es wäre schöner, wenn sie um die letzten Vier kämpfen könnten."

Am zweiten Spieltag der Gruppe E trifft die Schweiz auf Frankreich. Beide Mannschaften gewannen ihr Auftakt-Match. Der Sieger dieser Partie ist sicher im Achtelfinale und hat zudem gute Chancen auf den Gruppensieg und damit auf einen vermeintlich leichteren Gegner in der ersten K.O.-Runde. "Es ist ein großes Derby für uns, ein Duell auf Augenhöhe. Wenn wir an unsere Grenzen gehen, haben wir eine Chance", sagte der 65-Jährige vor dem Vorrundenspiel der Gruppe E am Freitag.

Chance gegen Frankreich?

Allerdings warnte der ehemalige Münchner und Dortmunder Meistermacher vor der Equipe Tricolore, die in der FIFA-Weltrangliste lediglich auf Platz 17 geführt wird: "Die Franzosen sind offensiv sehr flexibel und funktionieren wie eine Maschine."

Die Schweizer können nach ihrem 2:1-Auftakterfolg gegen Ecuador WM-Geschichte schreiben: Noch nie sind sie mit zwei Siegen in eine WM gestartet, und noch nie haben sie ein Pflichtspiel gegen den großen Nachbarn gewonnen.

"Unsere Philosophie ist aggressives Stören und schnelles Umschalten", betonte Hitzfeld, der Last-Minute-Erfolg zum WM-Start habe dem Team "unglaublichen Auftrieb gegeben". Ob er seine Elf umstellt, wollte der Coach noch nicht verraten. Es wird erwartet, dass für den enttäuschenden Valentin Stocker der Freiburger Admir Mehmedi auf der linken Seite spielen wird.

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