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Khedira: "Jeder braucht Unterstützung des anderen"

Der Real-Profi lobt die Atmosphäre in der DFB-Elf, die sich aber im Turnierverlauf noch bewähren müsse. Als Beispiel für guten Teamgeist erinnert er an Madrid.

Campo Bahia. Sami Khedira sieht sich und die DFB-Elf nach dem WM-Auftaktsieg über Portugal (4:0) auf einem guten Weg. Im Laufe des Turniers könnten sich allerdings noch Situationen ergeben, in denen sich der Teamgeist beweisen müsse. Als Beispiel verweist der Mittelfeldmann auf seine Erfahrungen bei Real Madrid.

Khedira stand, nachdem er erst im November einen Kreuzbandriss erlitten hatte, gegen die Portugiesen in Salvador über die gesamte Spielzeit auf dem Platz und zeigte eine vielversprechende Leistung. Der 27-Jährige erhielt den Vorzug von Bastian Schweinsteiger, der sich vorerst der Situation fügte, im Laufe des Turniers allerdings mit Khedira im Wechsel spielen soll.

Real Madrid als Vorbild

Zwar glaube er, "die Spiele auch über 90 Minuten gehen" zu können, so Khedira in der Sport Bild. Klar sei aber, "dass jeder die Unterstützung des anderen braucht" - auf und neben dem Platz. Als vorbildhaftes Beispiel nannte der Real-Profi eine Begebenheit aus der Endphase der Saison bei den Königlichen, als Khedira nach einem halben Jahr Reha plötzlich in der Startelf des Champions-League-Finals stand.

"Mein größter Konkurrent, Illarramendi, kam vor dem Spiel zu mir und sagte: "Du hast das verdient." Das meine ich. Da fühlt man sich wohl, wenn man auf den Platz geht, da kann man sich voll auf seine Aufgabe konzentrieren", so Khedira, der forderte: "Diesen Spirit, diesen Teamgeist müssen wir auch hinbekommen."

Khedira lobt "sehr gute Aufteilung"

Grundsätzlich sei die Atmosphäre in der Mannschaft gut, die Hierarchie stimme. "Wir haben da eine sehr gute Aufteilung", erklärte der Ex-Stuttgarter. "Es muss einen Anführer geben, der vorangeht, das ist Philipp. Aber er kann das allein nicht stemmen. Deshalb braucht er ein paar Spieler, die ihm zur Seite stehen, die ihm folgen und helfen, damit die Mannschaft zusammenwächst."

Auch die Kommunikation sei im Campo Bahia sehr positiv. "Wir haben so eine Art Marktplatz, da redet man dann mal über Privates, über Probleme, aber auch mal über die Aufstellung, die Taktik oder den Gegner", so Khedira, der mit der DFB-Elf am Samstag in Fortaleza auf Ghana trifft.

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