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Der 5. WM-Tag in Zahlen: Fehlendes Zielwasser und die WM-Allergie

Während Deutschland Jubiläen feiern konnte, entwickeln Portugal und Nigeria eine WM-Allergie. Ghana und der Iran brauchen Zielwasser und der schnelle Clint schlägt wieder zu.

Deutschland feierte gegen Portugal in mehrerlei Hinsicht eine Jubiläumsgala, während die Portugiesen zunehmend eine WM-Allergie entwickeln. Thomas Müller holt zwei Granden des Weltfußballs ein und die USA können erneut auf den schnellen Clint bauen. Die remislose Serie ist beendet, während der Iran und Ghana an der Feinjustierung arbeiten müssen. Der 5. Tag der WM in den OPTA-Zahlen.

Ehre wem Ehre gebührt: Als erstes Team überhaupt absolvierte Deutschland am Montag seine 100. WM-Endrunden-Partie. Die Bilanz kann sich sehen lassen: 61 Siegen stehen 19 Remis und 20 Niederlagen gegenüber.

Deutsche Zuverlässigkeit: Einmal mehr ist die DFB-Auswahl zudem erfolgreich in eine WM gestartet. Das 4:0 gegen Portugal war seit dem 1:1 gegen Uruguay 1986 der siebte WM-Auftaktsieg für Deutschland hintereinander.

Furioser deutscher Auftakt

Portugals WM-Allergie: Ganz anders die jüngste Bilanz beim ersten deutschen Gegner. Das 0:4 war Portugals höchste WM-Niederlage, zudem haben Ronaldo und Co. nur eines ihrer letzten acht WM-Spiele gewonnen (2010 mit 7:0 gegen Nordkorea).

Es müllert wieder: Für Thomas Müller war es in vielerlei Hinsicht ein besonderer Nachmittag in Salvador. Der 24-Jährige erzielte in seinem 50. Länderspiel, gleichzeitig sein siebtes WM-Spiel, seine WM-Tore sechs bis acht und zog dadurch mit Diego Maradona und Rudi Völler gleich.

Wenn die Sicherungen durchbrennen: Pepes Platzverweis war schon der zwanzigste, den ein deutscher Gegner bei einer WM kassierte. Auf Platz zwei liegen Argentiniens Gegner mit zwölf Hinausstellungen.

Der schnelle Clint: Nach nur 29 Sekunden brachte Clint Dempsey die USA gegen Ghana auf die Siegerstraße, es war das fünftschnellste Tor der WM-Geschichte. Im laufenden Turnier war es sogar der schnellste Treffer und zudem gelang dem 31-Jährigen eine Weltpremiere: Dempsey ist der erste Amerikaner, der bei drei verschiedenen Weltmeisterschaften traf.

Zielwasser dringend gesucht: Kein Team feuerte im laufenden Turnier mehr Schüsse ab als Ghana gegen die USA (21). Problem: Die Afrikaner hatten ihr Zielvisier nicht richtig eingestellt. Nur drei Schüsse gingen tatsächlich auf den Kasten der USA.

Durchbruch am zweiten Gruppen-Spieltag?

Ein Punkt wie ein Sieg: Die Serie ohne Unentschieden ist durch das 0:0 zwischen dem Iran und Nigeria zwar beendet, für die Iraner kann es aber durchaus als Erfolg verbucht werden: Beim vierten Versuch blieb der Iran im WM-Auftaktspiel erstmals ungeschlagen und im zehnten WM-Spiel blieb das Team überhaupt zum ersten Mal ohne Gegentor.

Zielwasser, Teil 2: Allzu zufrieden sollte das Team von Trainer Carlos Queiroz aber nicht sein. Mit nur 71.7% Passgenauigkeit lieferte der Iran den schlechtesten Wert der laufenden Weltmeisterschaft. Zudem hatte die Auswahl aus dem Mittleren Osten noch nie so wenig Ballbesitz in einem WM-Spiel (30.5%).

Wann platzt der Knoten? Nigeria konnte seine Durststrecke indes erneut nicht beenden. Seit neun WM-Spielen warten die Afrikaner auf einen Sieg (sechs Niederlagen, drei Remis). Es ist die längste Negativserie aller 32 teilnehmenden Mannschaften.

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