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Im Spiel gegen Deutschland soll der Portugiese hinter dem Rücken des Referees den Mittelfinger gezeigt haben. Ein großes Missverständnis meint der Verband.

Salvador da Bahia. Eine vermeintliche "Stinkefinger-Geste" von Portugals Raul Meireles beim 0:4-Debakel im WM-Gruppenspiel gegen Deutschland sorgte für einen Sturm der Entrüstung, war aber wohl nur eine taktische Anweisung. Mit dieser Version erklärte der portugiesische Verband FPF in einem offiziellen Kommunique nur wenige Stunden nach Spielschluss in Salvador die zunächst als Schiedsrichter-Beleidigung aufgefasste Handbewegung.

In rasender Geschwindigkeit hatte sich zuvor ein Foto von Meireles in den sozialen Netzwerken ausgebreitet, auf dem der Mittelfeldspieler von Fenerbahce Istanbul nach dem Platzverweis gegen seinen Teamkollegen Pepe (37.) im Rücken von Schiedsrichter Milorad Mazic beide Zeigefinger - wegen der Unschärfe des Bildes auch als Mittelfinger zu deuten - in die Höhe streckt.

Vorgaben des Trainers weitergegeben

"Die FPF stellt klar, dass die falsch interpretierte Geste an Teamkollege Bruno Alves gerichtet war und damit die Vorgaben von Trainer Paulo Bento weitergegeben werden sollten", hieß es in der Verbandsmitteilung, und weiter: "Raul Meireles demonstrierte nur, dass er auf die Position des Innenverteidigers zurückrücken werde, und zwar auf der rechten Seite."

Die oft von Trainer Bento zum Anzeigen eines Positionswechsels genutzte Geste sei deshalb nicht an den Schiedsrichter adressiert gewesen, weshalb der Verband die Spekulationen bedauert, weil diese "ernsthaft den Interessen des Nationalspielers schaden".

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