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Thomas Müller küsst Deutschland wach - WM-Fieber steigt nach Hattrick

Müller, erst der sechste deutsche Nationalspieler, dem ein Hattrick bei einer WM gelang, hat allen Grund zur Freude. Kein Wunder, dass er nach dem Spiel begeistert war.

Salvador de Bahia. Das WM -Fieber ausgelöst, ganz Deutschland verzückt und die Hoffnungen auf den vierten Weltmeisterschaftstitel vergrößert - Thomas Müller avancierte im ersten Spiel der deutschen Nationalmannschaft in Brasilien zum Matchwinner. Drei Tore erzielte der Offensivmann vom FC Bayern München beim perfekten 4:0-Start der DFB-Elf .

"Drei Tore in einem Spiel, im Auftaktspiel, gegen so einen Gegner, das ist herrlich. Eines schöner, als das andere", erklärte der 24-Jährige nach der Partie. Mit seinen WM-Treffern sechs, sieben und acht zog Müller nun mit dem ehemaligen DFB-Teamchef und langjährigen Nationalstürmer Rudi Völler gleich, der ebenfalls acht Tore im Dress der DFB-Elf bei WM-Endrunden erzielte.

Außerdem hatte Müller bereits das Kölner Urgestein Hans Schäfer ein- und überholt, der sieben Treffer beisteuern konnte. Auch die langjährigen Nationalspieler und Fußball-Legenden Helmut Haller, Lothar Matthäus und Max Morlock (je 6 Tore) konnte der Bayern-Star nach Toren überflügeln.

"Wenn du 1:0 in Führung gehst, dann gibt das einen Schub. Das 2:0 und ein Mann mehr, gibt dann bei dieser Hitze die nötige Sicherheit", analysierte Müller die Partie. Mit der Wärme hatten es beide Mannschaften nicht leicht, ihre Bestform abzurufen. "Wir haben schon nach 20 Minuten hochgeguckt auf die Anzeigentafel und gedacht, wie lange geht es noch? Wir haben gut gekontert, hätten es in der einen oder anderen Situation besser machen können."

Hattrick bei einer WM

Thomas Müller ist mit seinen drei Treffern im WM-Auftaktspiel gegen Portugal  erst der sechste deutsche Nationalspieler, dem dieses Kunststück gelang. Zuvor trafen Edmund Conen (1934/5:2 gegen Belgien), Max Morlock (1954/7:2 gegen die Türkei), Gerd Müller (1970, 5:2 gegen Bulgarien und 3:1 gegen Peru), Karl-Heinz Rummenigge (1982/4:1 gegen Chile) und Miroslav Klose (2002/8:0 gegen Saudi Arabien) jeweils dreimal in einem WM-Spiel.

Ganz cool blieb Müller vor allem vor dem 1:0, als er sich den Ball schnappte und aus elf Metern die Nerven behielt - "Ich habe schon die eine oder andere Aktion im Weltfußball mitgemacht, von daher habe ich mich nicht vor dem Elfmeter verunsichern lassen." Auch beim Platzverweis gegen den Portugiesen Pepe war Müller beteiligt - "Ich hoffe, dass es okay aussah. Ich habe einen Schlag gespürt, was danach passiert ist, weiß ich nicht mehr genau. Ich hoffe, dass es nicht allzu blöd aussah. Ich habe es nicht zu beeinflussen. Ich wollte nichts schinden."

Lob gab es nach dem Schlusspfiff auch von Bundestrainer Joachim Löw: "Thomas [Müller] hat das sehr gut vorne gemacht. Er hat Lücken gerissen und die portugiesische Abwehr immer wieder gefordert. Er hat drei Tore erzielt, das ist Thomas Müller."

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