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Der 4. WM-Tag in Zahlen: Die acht langen Jahre des Lionel Messi

Der vierte Tag der WM hielt ein paar "erste Tore" und dabei wieder nichts gutes für Ecuador bereit. Die Franzosen waren ballverliebt - und erneut fiel ein Eigentor.

Rio de Janeiro. Bosnien-Herzegowina erlebt ein rekordverdächtiges Horror-Debüt und ein Schalker ist mittendrin. Die Franzosen betreiben auch ohne König Franck Wiedergutmachung für 2010 und Lionel Messi schießt mal wieder ein Tor - das erste seit acht Jahren. Der 4. Tag der WM in den OPTA-Zahlen.

Remis? Nein danke! Elf Spiele sind in Brasilien bislang absolviert und in fast jedem war Spektakel geboten. Neben einer wahren Torflut gab's auch noch kein einziges Unentschieden. So lange ließ ein Remis seit der Wiedereinführung der Gruppenspiele 1950 nicht mehr auf sich warten.

Wie man es nicht machen sollte: Mit großen Hoffnungen war WM-Debütant Bosnien-Herzegowina ins Turnier gestartet, in Spiel eins gegen Argentinien mussten die Mannen um Sead Kolasinac aber einen Horror-Start hinnehmen. Nach 130 Sekunden bugsierte der Schalker das Leder über die eigene Linie. Schnellstes Turniertor? Check! Schnellstes Eigentor der WM-Geschichte? Check! Zuletzt gab es bei der Endrunde 2006 ein schnelleres Tor, als Dario Srna für Kroatien nach 116 Sekunden gegen Italien traf.

Jetzt schon "besser" als 2010: Das Eigentor des Verteidigers war übrigens das dritte in elf Spielen. Bereits jetzt ist der Wert von der letzten WM in Südafrika übertroffen, wo es in allen 64 Spielen lediglich zwei Eigentore gab.

Weltpremiere: Vedad Ibisevic sorgte mit seinem Treffer in de 84. Minute dann wenigstens für ein bisschen Jubel im Lager der Osteuropäer. Es war der erste WM-Treffer für Bosnien-Herzegowina überhaupt.

Es menschelt beim Floh: Unfassbar, aber wahr: Für Lionel Messi war der Treffer zum 2:0 gegen Bosnien erst das zweite Tor bei einer Weltmeisterschaft. Das einzige Tor davor gelang ihm bei seinem WM-Debüt gegen Serbien - am 16. Juni 2006! Macht reine 623 Spielminuten oder auch auf den Tag genau acht Jahre.

Unmenschliche Wartezeit: Noch mehr Geduld müssen da die Honduraner mitbringen. Die Mittelamerikaner blieben beim 0:3 gegen Frankreich wieder mal ohne Tor und warten seit geschlagenen 479 Minuten auf einen Treffer beim größten Turnier der Welt. Den letzten gab's übrigens 1982 (!) gegen Nordirland.

Wiedergutmachung: Die Equipe Tricolore scheint nach der Schmach von Südarfrika auf gutem Wege zu sein, ihr WM-Trauma zu überwinden. Der Start war zumindest vielversprechend. Schon nach einem Spiel (3:0 gegen Honduras) haben die Franzosen dreimal so viele Buden auf dem Konto wie bei der gesamten WM 2010.

Van Gaal meets Equipe Tricolore: Seit der gezielten Datenerfassung bei der WM 1966 hatte die französische Nationalmannschaft nie so viel Ballbesitz. In 71 Prozent der Fälle war das Team von Didier Deschamps gegen Honduras an der Kugel.

Einseitige Angelegenheiten: Wenn die Schweiz ein WM-Spiel bestreitet, wird das meist eine klare Sache. Entweder es trifft der Gegner, oder die Schweiz - Tore auf beiden Seiten wie beim Last-Minute-2:1 gegen Ecuador gehören zur absoluten Rarität. Davor war das zuletzt 1994 beim 4:1 gegen Rumänien der Fall.

Da kann man ja gleich aufhören: Zumindest, wenn man bei Ecuador spielt und ein Gegentor bekommt. In 100 Prozent der Fälle verloren die Südamerikaner ihre WM-Spiele, falls dem Gegner mindestens ein Tor gelang. Comeback-Qualitäten sehen anders aus...

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