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Nach England-Niederlage: Systemstreit um "linken" Rooney

Nur selten ließ der United-Star seine Qualitäten aufblitzen, tauchte gegen Italien ab und fühlte sich auf dem linken Flügel sichtlich unwohl. Das löste eine Debatte aus.

Manaus. England überraschte zum WM-Start gegen Italien die Zweifler mit einer ansprechenden Leistung. Dennoch gab es Kritik: Graham Taylor, früherer Teammanager der Three Lions, hat die taktische Aufstellung beim 1:2 kritisiert und den auf die linke Seite abgeschobenen Wayne Rooney dabei in Schutz genommen.

"Wenn du nicht auf deiner normalen Position spielst, beeinflusst dich das. Egal, was für ein guter Spieler du bist", sagte Taylor (69) der BBC und fügte an: "Das ist nicht der Rooney, der er sein sollte. Ich würde ihn lieber im Angriff sehen."

Der 28-Jährige von Manchester United war von Roy Hodgson im Duell mit dem viermaligen Weltmeister auf der linken Mittelfeldseite aufgeboten worden. Im Sturm spielte Daniel Sturridge (FC Liverpool), auf der Spielmacherposition wirbelte dessen Vereinskollege Raheem Sterling. Die beiden jungen Profis, 24 beziehungsweise 19 Jahre alt, zeigten trotz der Niederlage eine starke Leistung.

Hodgson: "Wayne hat seine Sache gut gemacht"

Rooney indes, der weiterhin auf seinen ersten Treffer bei einer WM-Endrunde wartet, enttäuschte in der Arena Amazonia in Manaus über weiter Strecken. In der 74. Minute schoss der ManUnited-Star sogar eine Ecke hinter das Tor und wirkte zeitweise wie ein Auslaufmodell.

Hodgson allerdings verteidigte den Torjäger außer Dienst. "Wayne hat seine Sache gut gemacht und viel gearbeitet. Es war in Ordnung. Es gibt aber immer einen Spieler in jeder Mannschaft, über den viel diskutiert wird", sagte der 66-Jährige.

Rooney hatte im Februar seinen Vertrag bei den Red Devils bis 2019 verlängert und soll künftig ein Jahresgehalt von 18,72 Millionen Euro einstreichen. In 93 Länderspielen hat "Roo" 39 Treffer erzielt.

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