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Gerrard: "Hoffentlich vermeiden wir Elfmeterschießen"

Alle Jahre wieder fürchtet Fußball-England das Elfmeterschießen. Steven Gerrard hofft, in Brasilien keine Entscheidung vom Punkt aus erzwingen zu müssen.

Miami. England und Elfmeterschießen, das passt einfach nicht zusammen. Kapitän Steven Gerrard macht sich daher kurz vor der Fußball-Weltmeisterschaft seine Gedanken zum ungeliebten Dauerthema. "Hoffentlich spielen wir 90 oder 120 Minuten lang gut genug, um Elfmeterschießen zu vermeiden", sagte der Mittelfeldspieler vom FC Liverpool in einer Schalte des BBC-Radios aus Miami/Florida.

Gerrard bereitet sich dort derzeit mit den "Three Lions" auf die WM-Endrunde in Brasilien vor. Dass er mit dem wunden Punkt konfrontiert wird, wundert den 34-Jährigen nicht. "Ich kann verstehen, dass es immer wieder darum geht, denn wir haben bei vielen Elfmeterschießen versagt", erklärte Gerrard: "Es bringt aber nichts, sich zu sehr damit zu beschäftigen. Vielleicht kommt es ja nicht dazu." Falls doch, seien die Engländer "bereit".

Das Team von der Insel ist bei den Weltmeisterschaften 1990, 1998 und 2006 sowie den Europameisterschaften 1996, 2004 und 2012 jeweils im Elfmeterschießen gescheitert. 1990 und 1996 kam das Aus gegen Deutschland. Erst einmal hat England bei einem großen Turnier ein Elfmeterschießen gewonnen, 1996 im Viertelfinale der Heim-EM gegen Spanien.

"Beim Elfmeterschießen ist der Druck viel größer als bei einem Strafstoß in einem Ligaspiel", sagte Gerrard. Bei der WM 2006 hatte er im Viertelfinale gegen Portugal verschossen, bei der EM 2012 im Viertelfinale gegen Italien getroffen. England schied dennoch aus. "Wir werden es oft trainieren. Du hast verdammt viel Zeit, über deinen Elfmeter und das was auf dem Spiel steht nachzudenken", so Gerrard: "Man steht unter Druck."

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