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Ballack: Fehlendes Özil-Selbstvertrauen wegen Arsenal

Deutschlands Spielgestalter wirkte zuletzt wie ein Fremdkörper im Spiel der DFB-Elf. Ex-Kapitän Ballack hält die Last der Verantwortung bei Arsenal für einen lähmenden Faktor.

London. Michael Ballack, früherer Kapitän der DFB-Auswahl, macht den Wechsel zum FC Arsenal für die derzeitige Verfassung von Mesut Özil mitverantwortlich. Dem Nationalspieler mangele es sichtbar an Selbstbewusstsein und Überzeugung. Ballack verlangt mehr vom Spielgestalter.

"Er hat gute Spiele für Deutschland abgeliefert und eine gute WM-Quali gespielt, aber in den letzten Monaten - seit seinem Wechsel zu Arsenal - ist er nicht mehr derselbe Spieler", wird Ballack von Sky Sports zitiert. Ihm fehle es am "Selbstvertrauen, das wir von ihm im Nationaltrikot kennen."

"Ich weiß nicht, ob ihn der Wechsel zu Arsenal beeinflusst hat, weil er bisher stets unantastbar war und in Deutschland weiter als einer unserer besten Spieler gesehen wird", so Ballack weiter. Im Trikot der Gunners erlebte Özil besonders zu Beginn der Rückrunde erheblichen Gegenwind.

Der gebürtige Gelsenkirchener befand sich im Leistungstief, aus dem er sich nur schleppend befreite. Bis heute scheint der 25-Jährige nicht vollkommen zurück zu alter Stärke gefunden haben. Ballack bekannte zu Özils Auftritt beim 2:2-Test gegen Kamerun: "Seine Leistung hat mich nicht überrascht oder erschreckt. Trotzdem bin ich besorgt."

"Özil sieht verloren aus"

"Arsenal ist ein großer Klub und der Wechsel zu einem solchen Verein kann erhebliche Auswirkungen haben", so Ballack weiter. Özil wirke manchmal, als trage er "zu viel Last auf seinen Schultern". Der 37-Jährige stellte fest: "Nach Kritik an seiner Leistung wirkt er überrascht, er sieht dann verloren aus."

Trotzdem forderte der Vizeweltmeister von 2002 und frühere Bayern- und Chelsea-Star eine Steigerung von Özil: "Er ist in einem Alter, in dem er nicht mehr als Talent oder Versprechung gilt. Als einer unserer besten Spieler muss er mehr Verantwortung übernehmen, wir erwarten im Moment mehr von ihm."

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