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Der Schalker, der mit Ghana an der WM teilnimmt, äußert sich zur Großkreutz-Affäre und bekräftigt seine These, das DFB-Team habe keine Typen in seinen Reihen.

Hamburg. Ghanas Star Kevin-Prince Boateng hat die Reaktion von Bundestrainer Joachim Löw in der Pinkel-Affäre um Kevin Großkreutz überrascht. "Es ist schon schön zu sehen, wie entspannt man mit diesem Thema umgeht. Früher wäre jeder Spieler bei so einem Fehler direkt rausgeflogen. Da wird nun anders bewertet als noch in anderen Fällen", sagte der 27 Jahre alte Schalker.

Es freue ihn für den Dortmunder Großkreutz, so Boateng gegenüber Sport Bild, "das passiert ihm sicher nicht wieder. Er darf nun keine weiteren Angriffsflächen bieten."

Angriffsfläche bietet dagegen Boateng selbst. Zum zweiten Mal hat er WM-Gruppengegner Deutschland (21. Juni in Fortaleza) provoziert und seine Aussage über fehlende Typen in der DFB-Auswahl erneuert: "Mir fehlt einer, der vorne weg geht. Ich bleibe bei dieser Meinung."

Bierhoff-Konter "schwach"

Dass Teammanager Oliver Bierhoff ("Wir brauchen keine Typen, die auf dem Platz nur wild rumschreien") dies zuletzt heftig kritisiert hatte, habe ihn "sehr verwundert", meinte Boateng, "so eine Aussage ist einfach schwach". Er treffe eben "einen sensiblen Punkt, da fast jeder weiß, dass es so ist."

Unter Druck setzt Boateng indes seinen Klub Schalke. "Ich will permanent oben mitspielen. Dafür muss man Geld ausgeben, auch erfahrene Spieler holen. Wir müssen vielleicht noch einmal mit den Verantwortlichen reden", sagte der gebürtige Berliner.

Er selbst will künftig auch nicht mehr auf irgendwelchen Positionen aushelfen, sondern auf seiner Lieblingsposition spielen: "Meine Position ist hinter den Spitzen. Da möchte ich eine ganze Saison durchspielen."

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