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Van Gaals WM-Elf: Kein Platz für Huntelaar - Robben fühlt sich wohl

Vize-Weltmeister Niederlande hat den Test gegen Ghana gewonnen. Der große Verlierer in Reihen von Oranje scheint der Schalker Huntelaar zu sein.

Rotterdam/Köln. Des einen Freud', des anderen Leid: Während sich Bayern Münchens Starspieler Arjen Robben "rundum zufrieden fühlt", muss sich Schalkes Torjäger Klaas-Jan Huntelaar wohl mit der Rolle als Ergänzungsspieler in der niederländischen Nationalmannschaft bei der WM-Endrunde in Brasilien (12. Juni bis 13. Juli) zufrieden geben.

"Wie es jetzt aussieht, haben Robin van Persie und Arjen Robben die besseren Chancen", sagte Huntelaar bei Sky. Beim 1:0 (1:0)-WM-Testsieg in Rotterdam gegen Ghana saß der Hunter draußen, Robben und ManUnited-Angreifer van Persie bildeten die Doppelspitze. Sie scheinen das Vertrauen von Bondscoach Louis van Gaal zu besitzen.

Eine etwas andere Rolle für das Bayern-Ass, das sich aber positiv äußert: "Ich bekomme viele Freiheiten, das ist in Ordnung. Natürlich muss sich mich umstellen, weil ich im Klub eine andere Rolle spiele. Da wird mehr auf Konter gespielt, da muss ich geduldiger sein." Gegen die Black Stars aus Ghana hatte Robben drei gute Torchancen (12./24./45.).

Kompaktheit statt Voetball total

Ex-Bayern-Trainer van Gaal, ab der neuen Saison der Teammanager bei Manchester United, ließ gegen Ghana mit einer 5-3-2-Formation spielen. Dass noch nicht alles rund lief, stört den Fußballlehrer zum jetzigen Zeitpunkt nicht: "Ich bin angestellt, um zu gewinnen. Ich muss das Optimale aus der Mannschaft herausholen. Darum geht es, um nichts anderes."

Mit fünf Verteidigern wird es natürlich schwerer, Voetbal total zu spielen, von dem das Königreich seit den Zeiten eines "König Johan" Cruyff in den 70er Jahren schwärmt. "Es ist zwar vielleicht nicht so attraktiv wie mit vier Verteidigern, drei Mittelfeldspielern und drei Stürmern. Aber ich habe trotzdem einige Aktionen gesehen, für die die Leute ins Stadion kommen. Zur Halbzeit hätte es schon 3:0 stehen müssen", sinnierte van Gaal, "aber es kann und muss noch viel besser werden. Es gab noch zu viele Ballverluste, aber wir haben dem Gegner keine Chance ermöglicht."

Van Gaal: Hoeneß wollte in Taktik reinreden

Und in seine Taktik will sich van Gaal nicht reinreden lassen: "Das hat Uli Hoeneß (ehemaliger Bayern-Präsident, d. Red.) bei den Bayern gemacht, darum bin ich weggegangen." Die Wahrheit war jedoch: die Bayern gaben Aloysius Paulus Maria van Gaal damals den Laufpass.

Van Persies frühes 1:0 (5.) sorgte für Beruhigung im Spiel der Elftal gegen Ghana. Robben war der einzige Bundesliga-Profi in der Startelf, Huntelaar und Paul Verhaegh (FC Augsburg) kamen nicht zum Einsatz. Für van Persie war es Länderspieltreffer Nummer 43 im 84. Einsatz.

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