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Kein Fan vom Elfmeterschießen: FIFA-Präsident Sepp Blatter

Sepp Blatter: "Beim Elfmeterschießen verliert der Fußball seine Essenz"

Kein Fan vom Elfmeterschießen: FIFA-Präsident Sepp Blatter

Getty

Sepp Blatter hält nichts vom Elfmeterschießen und hält diese Spielentscheidung für eine "Lotterie" und für die Spieler eine "Tragödie".

Mönchengladbach. FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hat am Freitagabend einen Vortrag über die "Soziale Verantwortung des Sports" in Mönchengladbach gehalten. Der 77-Jährige nahm auch zu aktuellen Themen Stellung.

Der FIFA-Präsident zeigte sich gut gelaunt: Joseph S. Blatter war bei seinem Abstecher am vergangenen Freitag nach Mönchengladbach beim Smalltalk mit den Journalisten zum Scherzen aufgelegt. Gleichzeitig war es dem Schweizer ein Anliegen, seine Ablehnung dem Elfmeterschießen gegenüber zum Ausdruck zu bringen.

"Am Ende ist einer der Verlierer"

"Beim Elfmeterschießen verliert der Fußball seine Essenz. Er ist nicht mehr Mannschaftssport, es geht Eins gegen Eins. Und am Ende ist einer der Verlierer", sagte der Walliser: "Das passt nicht in unser Spiel, und wir sollten versuchen, das rauszunehmen."

Blatter nannte das Elfmeterschießen eine "Lotterie" und für den verschießenden Spieler eine "Tragödie". Als Aufruf zu einer Regeländerung wollte der FIFA-Chef seine Anmerkungen aber nicht verstanden wissen. Und: eine Lösung für das Dilemma habe auch er nicht parat. So bleibt es weiterhin beim Elfmeterschießen bei den FIFA-Turnieren.

Blatter unterstrich derweil seine Bereitschaft für eine weitere Amtszeit an der Spitze des Fußball-Weltverbandes. "Ich stehe zur Verfügung. Wenn die Verbände mehrheitlich möchten, dass ich weiter mache, dann mache ich weiter. Voraussetzung ist, dass ich gesund bleibe, und im Moment bin ich gesund", sagte der seit 1998 amtierende FIFA-Boss.

Wer geht ins Rennen?

Sein "Ziehsohn" Jerome Champagne (55/Frankreich) hat bereits angekündigt, sich ebenfalls um die Chefrolle in der FIFA auf dem Kongress im Mai 2015 in Zürich zu bewerben. Möglicherweise wird auch UEFA-Präsident Michel Platini (58/Frankreich) seinen Hut in den Ring werfen.

Bedingung für eine Kandidatur ist für Blatter, dass ihn die Mitglieder beim FIFA-Kongress im Juni in São Paulo für die Wahl ein Jahr später vorschlagen. "Dann hätte ich ein Jahr Zeit, die Kandidatur vorzubereiten", sagte der Eidgenosse, der am Montag sein 78. Lebensjahr vollendet.

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