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Prandelli wütet nach Italien-Pleite gegen Spanien: "Unterschied war peinlich"

Weltmeister Spanien startet das WM-Jahr mit einem Erfolg im Prestige-Duell gegen Vize-Europameister Italien. Prandelli war alles andere als zufrieden.

Rom/Madrid. Cesare Prandelli war alles andere als gut gelaunt. "Der Unterschied in der physischen Form der beiden Mannschaften war für uns peinlich. Die Spanier waren stets schneller, stärker und brillanter. Wenn wir mit dem Tempo der Spanier spielen wollen, müssen wir hart arbeiten. Sie sind viel stärker als wir", analysierte der 56-jährige Prandelli nach dem 0:1 (0:0) in Madrid (Spielbericht).

Die Neuauflage des EM-Endspiels von 2012 (4:0 für Spanien) bedeutete keine geglückte Revanche für den viermaligen WM-Champion vom Apennin. Positiv merkte der Coach lediglich an: "Wir haben nicht nachgelassen und bis zuletzt um das Remis gekämpft." Aber für die italienischen Medien reichte das nicht.

Italienische Presse erbarmungslos

"Die Weltmeister gehören einer anderen Kategorie an. Spanien hat einen ganz anderen Antrieb als das fade Italien", kritisierte der Corriere dello Sport. Die Überlegenheit der Furia Roja war unbestreitbar, Italien war mehr oder minder nur ein Spielball. Eine gute Leistung bei Spanien boten auch die Bayern-München-Profis Javi Martinez und Thiago, die durchspielten. Sie dürften bei der WM in Brasilien (12. Juni bis 13. Juli) dabei sein.

Ein Trost für Prandelli war das Debüt im italienischen Nationalkader des argentinischen Spielers mit italienischen Pass von FC Parma, Gabriel Paletta. Der 28 Jahre alte Abwehrspieler aus Buenos Aires verdiente sich die Bestnote in der Einzelkritik der Gazzetta dello Sport.

"Dank Paletta stärkt Prandelli die Abwehr. Er ist der beste Spieler des Abends", lobte die Sporttageszeitung. "Palettas Debüt war wirklich toll und der beste Aspekt dieses Matchs", lobte Prandelli den Spieler, dessen Großeltern vom süditalienischen Kalabrien nach Argentinien ausgewandert waren.

Vertragsverlängerung wird "Mitte März" diskutiert

Die Pleite gegen den Weltmeister Spanien wirft einen dunklen Schatten auf die Zukunft Prandellis, der mit Italiens Fußballverband derzeit Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung nach der WM in Brasilien führt. Prandelli will die Squadra Azzurra möglicherweise auch nach der WM in Brasilien weiter betreuen.

"Wir werden das Mitte März diskutieren", sagte der Coach. Italienischen Medienberichten zufolge könnte der Trainer bei einer Vertragsverlängerung nun jedoch weitere Kompetenzen bekommen, etwa im Nachwuchsbereich oder bei Beschlüsse über die Sportinfrastrukturen in Italien. Prandelli war 2010 Nachfolger von Marcello Lippi geworden, nachdem das Team in der Vorrunde der WM in Südafrika kläglich gescheitert war.

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