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Konstantinos Mitroglou ist Griechenlands neuer Stolz. Der Sturmtank mit deutschem Pass ist zurzeit Europas gefährlichster Torjäger - dabei wurde er bei Borussia Mönchengladbach vor Jahren noch aussortiert.

Hamburg/Athen. Am vergangenen Freitag hat er es wieder getan. Gleich zweimal vollstreckte der "Exekutor", wie Konstantinos Mitroglou aufgrund seines martialischen Torjubels gerufen wird, beim 3:1-Sieg seiner Griechen gegen Rumänienund machte seinem Spitznamen erneut alle Ehre. Der Mann mit eingebauter Torgarantie sorgt zurzeit nicht nur in der hellenischen Fußball-Nationalmannschaft für Furore. Der bullige Mittelstürmer mit deutscher Vergangenheit zählt inzwischen zu den größten Attraktionen der griechischen Super League - und steht deswegen bei etlichen europäischen Topklubs auf dem Wunschzettel.

"Wer letztlich die Tore erzielt, ist zweitrangig. Wir sind ein Team. Es geht vor allem um den Erfolg und das Land, das wir repräsentieren und für das wir antreten", sagte Mitroglou dem kicker nach seinem Doppelpack im Play-off-Hinspiel gegen Rumänien (3:1). Angesichts des kometenhaften Aufstiegs im Land des Europameisters von 2004 zum unumstrittenen Superstar ist die Bescheidenheit des 25-Jährigen erstaunlich.

Ausbildung beim MSV Duisburg

Bei der Reserve von Borussia Mönchengladbach noch durchgefallen, stellt Mitroglou bei Olympiakos Piräus sogar seinen prominenten Teamkameraden Javier Saviola in den Schatten. Der kantige Angreifer aus der nordgriechischen Hafenstadt Kavala, der schon früh mit seiner Familie nach Neukirchen-Vluyn an den Niederrhein auswanderte und in der Jugendabteilung des MSV Duisburg ausgebildet wurde, hat in dieser Saison in 15 Pflichtspielen bereits 17-mal getroffen. Dazu kommen die beiden Treffer gegen Rumänien, die er wie üblich mit imaginärer Schnellfeuereinlage feierte.

Mitroglou erklärt seinen späten Durchbruch mit jahrelanger harter Arbeit. "Seit 2007, als ich bei Mönchengladbachs A-Junioren und dem Regionalligateam gekickt habe, sind einige Jahre vergangen. In dieser Zeit habe ich immer versucht, mich stets zu verbessern. Natürlich gehört viel Geduld und auch das nötige Quäntchen Glück dazu", sagt er. Gleich viermal schnürte der 90-Kilo-Stürmer in dieser Saison bereits einen Dreierpack, unter anderem beim 3:0-Sieg von Olympiakos in der Champions League gegen Anderlecht.

Im Visier der Topklubs

Mittlerweile sind einige europäische Spitzenklubs auf den neuen Stolz Griechenlands aufmerksam geworden. So soll neben dem FC Arsenal und dem FC Liverpool aus der englischen Premier League auch Borussia Dortmund an Mitroglou interessiert sein. Der BVB möchte den Griechen laut Rheinischer Post als Ersatz für den abwanderungswilligen Robert Lewandowski verpflichten.

Zu möglichen Anfragen aus der Bundesliga will sich Mitroglou zwar nicht äußern, doch die Liga sei "für jeden Spieler eine Herausforderung". Ein Transfer wäre jedenfalls erschwinglich, die festgeschriebene Ablösesumme für Mitroglou soll bei acht Millionen Euro liegen.

In Mönchengladbach wird man angesichts solcher Zahlen mit dem Kopf schütteln. Obwohl Mitroglou in der A-Jugend zum Torschützenkönig avancierte und in 35 Spielen für den "Fohlen"-Nachwuchs 38 Tore erzielte, kam er über das Reserve-Team nicht hinaus. 2007 wechselte er zu Piräus und fand dort sein spätes Glück.

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