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Der aktuelle Nationaltrainer Englands stand offenbar kurz vor einem Engagement als Bundestrainer. Doch Franz Beckenbauer legte 1998 sein Veto ein.

London. Ein Engagement von Englands Teammanager Roy Hodgson als deutscher Fußball-Bundestrainer soll 1998 am Veto des früheren Weltmeister-Teamchefs Franz Beckenbauer gescheitert sein. Das behauptete der 66-jährige Hodgson vor dem Länderspiel-Klassiker seiner Three Lions am Dienstag in London gegen Deutschland in einem Interview mit der Bild am Sonntag.

Laut Hodgson hätte der damalige Präsident Egidius Braun im Deutschen Fußball-Bund (DFB) auf der Suche nach einem Nachfolger für den zurückgetretenen Chefcoach Berti Vogts "Schwierigkeiten gehabt, einen ausländischen Trainer durchzusetzen. Mein Freund Franz Beckenbauer hat damals darauf hingewiesen, dass ein ausländischer Bundestrainer dem deutschen Coaching-Programm, dem Trainer-Nachwuchs, nicht helfen würde".

Auch Breiter war offenbar ein Kandidat 

Vor 15 Jahren war Vogts im Herbst erst mehrere Wochen nach dem Aus des Europameisters bei der WM in Frankreich im Viertelfinale gegen Kroatien zurückgetreten und hatte durch seinen Rückzug unversehens ein Vakuum hinterlassen. Braun schilderte später bei der Präsentation des Duos Erich Ribbeck/Ulli Stielike auch Versuche, im Zuge einer "Revolution" Weltmeister Paul Breitner zu gewinnen.

Für Hodgsons Streichung von der Kandidaten-Liste war Beckenbauers angebliche Skepsis gegenüber dem damaligen Coach des Premier-League-Klubs Blackburn Rovers allerdings nur ein Grund. "Es war eine große Ehre, als Braun anrief. Allerdings stand ich zu diesem Zeitpunkt unter Vertrag", berichtete Englands Coach: "So blieb ich ein Name auf der Wunschliste des Präsidenten."

EURE MEINUNG: Wäre Roy Hodgson ein geeigneter Bundestrainer gewesen?

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