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Kovac war mit dem 0:0 der Kroaten im Hinspiel in Reykjavik gegen Island zufrieden. Im Rückspiel am Dienstag kann der WM-Dritte von 1998 das WM-Ticket für Brasilien lösen.

Reykjavik. Niko Kovac war ganz in seinem Element. Der gebürtige Berliner gestikulierte am Spielfeldrand und schrie lautstark Kommandos - aber am Ende musste sich der 42 Jahre alte neue kroatische Nationaltrainer im WM-Playoff-Hinspiel in Reykjavik gegen die unbequemen Isländer mit einem torlosen Unentschieden begnügen. Eigentlich zu wenig, denn die Kicker aus dem hohen Norden spielten nach der Roten Karte für Mittelfeldspieler Olafur Skulason die letzten 40 Minuten in Unterzahl.

"Wir kennen die starke Mentalität der Isländer. Natürlich haben wir auf einen Sieg gehofft, aber manchmal ist es schwieriger, gegen zehn Mann zu spielen", sagte der ehemalige Bundesliga-Profi von Hertha BSC, Bayer Leverkusen, des Hamburger SV und von Bayern München. Erst am 16. Oktober hatte Kovac die Nachfolge von Igor Stimac angetreten.

Im Rückspiel am kommenden Dienstag in Kroatiens Hauptstadt Zagreb wollen die "Feurigen" den Wikingern einen heißen Tanz bereiten. "Wir waren besser, haben nur kein Tor gemacht. Wenn wir am Dienstag genauso gut spielen und treffen, bin ich sicher, dass wir es zur WM schaffen", sinnierte Kovac, der die Bundesliga-Legionäre Mario Mandzukic (Bayern München), Ivan Perisic (VfL Wolfsburg) und Ivo Ilicevic (Hamburger SV) in die Startformation berufen hatte. Wolfsburgs Routinier Ivica Olic wurde für Ilicevic eingewechselt.

Island hielt tapfer dagegen

Aber gerade im Offensivspiel wirkten die Kroaten ungewohnt nervös und zerfahren. Die klare spielerische Überlegenheit konnte nicht genutzt werden. Kovac war es nicht gelungen, seinen Schützlingen das nötige Selbstvertrauen zu geben, um cleverer gegen die Isländer zu agieren. Die Gastgeber hatten vor allem eines zu bieten: Kampf bis zum Umfallen. Islands schwedischer Trainer Lars Lagerbäck lobte seine aufopferungsvoll kickenden Spieler: "Die Leistung meiner Mannschaft macht mich sprachlos."

Während die kroatischen Medien die fehlende Torausbeute und den diskreten Auftritt der Feurigen Elf kritisierten, nahm Kovac sein Team in Schutz: "Ich kann meinen Spielern keinen Vorwurf machen. Sie haben alles versucht."

Bayern-Star Mandzukic war zwar immer wieder bemüht, konnte sich allerdings gegen die isländische Abwehr nur selten durchsetzen. Drei Minuten vor dem Abpfiff wurde er ausgewechselt. Das Abwehrbollwerk der Lagerbäck-Truppe hielt auch in Unterzahl stand, wenngleich die Kroaten vor allem nach dem Platzverweis für Skulason Einbahnstraßenfußball darboten.

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