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Joachim Löw äußerte zuletzt harsche Kritik an Dortmunds Verteidiger. Und der Bundestrainer pocht auf sein Recht.

Berlin. Joachim Löw hat seine öffentliche Kritik an Abwehrspieler Mats Hummels noch einmal verteidigt. Kritik zu äußern sei für den Fußball-Bundestrainer nichts ungewöhnliches.

"Wenn ich jemanden öffentlich kritisieren will, dann mache ich das auch", sagte Löw im Interview mit der Süddeutschen Zeitung: "Ich mache das ja selten, aber wenn ich es mal mache, dann ist das mein gutes Recht."

Das habe er auch dem Dortmunder Trainer Jürgen Klopp gesagt, der sich über den Umgang mit Hummels beklagt hatte. Nach dem Testspiel gegen Paraguay (3:3) im August hatte Löw den BVB-Verteidiger als Hauptverantwortlichen für zwei Gegentore ausgemacht. "Wenn ich das Gefühl habe, namentliche Kritik ist in dem Moment angebracht, dann kann niemand sagen: Das dürfen Sie aber nicht", sagte der Bundestrainer weiter: "Dann wird das Gründe haben."

Bundestrainer spricht Klartext

Vor den Länderspiel-Klassikern gegen Italien am Freitag und England am 19. November betonte Löw seine Richtlinien-Kompetenz als Bundestrainer und verwahrte sich gegen zu viel Einmischung aus den Bundesliga-Klubs. "Ich nehme natürlich Rücksicht, aber ich bin der Trainer der Nationalmannschaft! Ich muss die Dinge manchmal auch aus unserer Perspektive sehen", sagte Löw. Wichtig sei ein "gutes Miteinander, aber wenn wir anders spielen wollen als Dortmund oder Bayern, dann hat das Gründe, damit stelle ich mich doch gar nicht gegen die Vereine. Wir spielen den Stil der Nationalmannschaft."

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