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Also doch! Kießling könnte auf den Nationalmannschaftszug aufspringen, aber nur wenn Not am Mann herrscht. Klose und Gomez seien vor ihm - Löw möchte autonom bleiben.

Köln. Fußball-Bundestrainer Joachim Löw hat noch einmal mit Nachdruck darauf hingewiesen, dass die Tür für Bundesliga-Torschützenkönig Stefan Kießling in der Nationalmannschaft nicht geschlossen ist. Zudem ist Andre Schürrle wieder einsatzbereit.

"Wenn Bedarf besteht, können Sie davon ausgehen, dass ich die Nummer von Stefan habe. Und dass ich auch keine Probleme habe, meine Meinung zu revidieren", sagte Löw über den Torjäger bei Bayer Leverkusen, der seit der WM 2010 nicht nominiert wurde.

Gleichzeitig rechtfertigte Löw, dass er Kießling für die bevorstehenden WM-Qualifikationsspiele am Freitag gegen Irland und vier Tage später in Schweden nicht nominiert hat. "Ein Bundestrainer sollte kein Fähnchen im Wind sein, sondern autonom von Umfragen oder von Kolumnen selbsternannter Bundestrainern eigene Entscheidung treffen", sagte der 53-Jährige.

Schürrle wieder fit

Er habe Kießling gesagt, dass die derzeit verletzten Miroslav Klose und Mario Gomez seine ersten Optionen blieben, "aber ich weiß, dass ich auf ihn zurückgreifen kann. Deshalb wollte ich die Tür auch nicht zuschlagen."

Beim Mannschaftstraining am Mittwoch durfte Löw hingegen wieder mit dem kompletten Kader arbeiten. Mit der Rückkehr von Andre Schürrle, der am Dienstag nur eine Regenerationseinheit absolvierte, stehen dem Bundestrainer nun 20 Akteure zur Verfügung.

"Schürrle hatte ein bisschen Probleme mit dem Rücken und dem Knie, aber das hat sich gelöst", sagte Löw: "Er konnte das Programm voll durchziehen. Alle, die wir eingeladen haben, sind voll einsatzfähig. Von daher habe ich ein gutes Gefühl für Freitag."

"Philipp kann alle Positionen spielen"

Joachim Löw plant seinen Kapitän Philipp Lahm weiter als rechten Außenverteidiger ein, sieht ihn auf der Position im defensiven Mittelfeld aber durchaus als Alternative. "Ich plane mit ihm im Moment rechts", sagte Löw am Mittwoch: "Er ist wahrscheinlich der beste Außenverteidiger der Welt, und ich will keine neue Baustelle aufmachen."

Gleichzeitig erklärte der Bundestrainer, er könne "absolut nachvollziehen, was Guardiola (Bayern-Trainer Pep Guardiola, d. Red.) sich dabei denkt". Der Katalane hatte Lahm bei den Münchnern zuletzt im defensiven Mittelfeld als "Sechser" aufgeboten.

"Philipp ist wahrscheinlich der einzige Spieler in Deutschland, der alle Positionen spielen kann", sagte Löw: "Er ist auch ohne Umstellungsprobleme von rechts nach links gewechselt. Man stellt Philipp auf eine Position, und er füllt sie gut aus."

Löw verwies darauf, dass Lahm auch in der Nationalelf 2007 in England schon mal als Sechser agiert habe, "und das hat er wahnsinnig gut gemacht".

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