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Der QPR-Trainer hat dem englischen Verband die nötige Kompetenz für die Trainerwahl abgesprochen. Redknapp hatte 2012 gegen Roy Hodgson den Kürzeren gezogen.

London. Trainer Harry Redknapp vom englischen Zweitligisten Queens Park Rangers hat den englischen Fußballverband hart attackiert. Der 66-Jährige, der vor der Euro 2012 selbst mit dem Job als Nationaltrainer kokettiert hatte, sprach der FA die Kompetenz für eine gute Trainerwahl ab.

"Ich würde den Verantwortlichen der FA nicht einmal dann zutrauen, einen guten Trainer zu finden, wenn ihr eigenes Leben davon abhinge", schrieb Redknapp in seiner Autobiographie, die derzeit in Auszügen in der Daily Mail veröffentlicht wird.

Der Londoner legte nach: "Wie sollten sie auch? Welche Klubs kennen sie? Reden sie mit jemandem, der sich wirklich mit Fußball auskennt?" Ihm gehe es nicht darum, dass sich der Verband einst gegen ihn und für Roy Hodgson entschieden habe. Ihm gehe es darum, dass "der englische Fußball von Leuten geführt wird, die keine Ahnung haben. Und die sollen allen Ernstes den Nationaltrainer auswählen!"

England-Stars wollten angeblich Redknapp

Der 66-Jährige verwies darauf, dass viele wichtige Spieler wie Steven Gerrard, Wayne Rooney, Rio Ferdinand oder John Terry ihm nach dem Rücktritt des damaligen Nationaltrainers Fabio Capello vor der Euro 2012 Nachrichten geschickt hätten, in denen sie ihre Vorfreude auf die Zusammenarbeit kommunizierten.

Die Verbandsoffiziellen wählten jedoch Roy Hodgson, der laut Redknapp "mehr ihre Kragenweite" hatte. Hodgson erreichte mit den Three Lions das EM-Viertelfinale, wo die Mannschaft gegen Italien nach Elfmeterschießen ausschied.

Redknapp wollte Brendan Rodgers als Assistent

Weiterhin offenbarte Redknapp, dass er den damaligen Swansea- und heutigen Liverpool-Trainer Brendan Rodgers zu seiner Nummer zwei machen wollte, wenn er den Job als Nationaltrainer bekommen hätte: "Meine Meinung zu Brendan war: Wenn er mit Spielern aus unteren Ligen in Swansea Erfolg hat, was kann er dann erst mit Ferdinand, Terry, Rooney oder Gerrard anstellen?"

Am 1. April 2012 habe er Rodgers am Rande des Ligaduells zwischen seinem damaligen Klub Tottenham Hotspur und Swansea darauf angesprochen. Angeblich war Rodgers "sofort offen" für die Idee. Redknapp stellte seine Pläne der FA vor, doch der Verband entschied sich am 29. April gegen ihn.

Wollte Levy zu viel Ablöse?

Redknapp räumte ein, sich sicher gewesen zu sein, "dass der Job mir gehört". Allerdings vermutete er, dass Spurs-Vorstand Daniel Levy mit einer "Ablöseforderung im Bereich von 18 Millionen Euro" den Verband abgeschreckt hat.

Redknapp konnte sich im Sommer 2012 mit seinem damaligen Arbeitgeber nicht mehr auf eine Vertragsverlängerung einigen und verließ den Klub trotz großer Erfolge.

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