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Der Vater des Sommermärchens und Weltmeister von 1990 kritisiert in einem Interview die DFB-Führung und nahm die Spieler in die Pflicht. Nach Klinsmann muss Deutschland ins Finale.

Los Angeles. Jürgen Klinsmann, Trainer der US-amerikanischen Nationalmannschaft, sprach mit der FAZ über die deutsche Nationalmannschaft, die junge Spielergeneration und die Ziele der US-Boys bei der WM 2014.

Das Ziel für die deutsche Nationalmannschaft könne nur der WM-Titel sein. Die DFB-Elf habe die Klasse bei jedem Turnier bis zum Ende dabei zu sein, aber das "letzte i-Tüpfelchen zu setzen und den Titel zu gewinnen, das ist eine Frage der Klasse der Spieler", erklärte er im Interview mit der Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Es könne nicht sein, dass man sagt: „Hauptsache Halbfinale, unter die ersten vier zu kommen, ist okay“, kritisierte er die Erwartungshaltung des DFB-Trainergespanns. Denn mit dieser Einstellung fehle den Spielern der letzte Glaube, es wirklich schaffen zu können.

Deutschland auf einer Stufe mit Spanien

Die Jugendarbeit sowie die Arbeit in den Klubs und in der Nationalmannschaft in Deutschland seien auf höchstem Niveau, aber ausschlaggebend sei eben auch "wer diese Generation anführt" und, "ob die Spieler die mentale Fähigkeit haben" Titel gewinnen zu wollen, gab er die Verantwortung an die Führungsspieler weiter.

Qualitativ sei das DFB-Team mit Spanien gleichauf. Das rein deutsche Champions-League-Finale und die deutlichen Siege gegen Barcelona und Madrid steigerten das Selbstbewusstsein der Spieler. Es habe eine "psychologische Auswirkung", wenn die Spieler nächsten Sommer in die "Gesichter sehen, die sie schon geschlagen haben", beschrieb der 49-Jährige die Erfolge der Bayern und Dortmunder.

Junge Spieler muss man erden

Für die jungen Spieler sei es aber schwieriger als früher, da sie schon mit 20 Jahren mehrere Millionen Euro verdienten und Millionen Freunde in sozialen Netzwerken hätten. Dieser Zufriedenheit müsse man vorbeugen und fragen: "Was hast Du denn geschafft? Was denn?"

Den Spielern immer wieder Hunger auf Erfolg zu vermitteln sei nicht leicht, denn sie "sind Kinder unserer Gesellschaft. Und wenn dir dein Umfeld signalisiert, dass du es schon geschafft hast; dass du ein Weltklassespieler bist, der Millionen verdient – dann bist zu schon auf dem Weg nach unten", beschrieb der 108-fache Nationalspieler (47 Tore) die Herausforderungen.

USA bei der WM 2014

Angesprochen auf die Ziele mit der amerikanischen Nationalmannschaft bei der WM 2014, antwortete Klinsmann: "In Brasilien wollen wir die Gruppenphase überstehen. Alles andere wäre eine Enttäuschung."

Ein WM-Spiel gegen Deutschland würde der Wahl-Kalifornier lieber vermeiden wollen. "Das wären extreme Gefühle, aber letztlich muss man sich auf seinen Job konzentrieren", beschrieb er die Konstellation.

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