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Für die erste paneuropäische Euro bewerben sich neben München 31 weitere potenzielle Spielstätten. Klar ist jetzt schon: Es wird zu weiten Reisen während der Endrunde kommen.

Dubrovnik. München und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) haben im Kampf um ein Austragungspaket bei der "Europa-EM" 2020 insgesamt 31 Konkurrenten. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) bestätigte am Freitag im kroatischen Dubrovnik die Zulassung der eingegangenen Bewerbungen, die endgültige Entscheidung über die 13 Spielorte in 13 Ländern der ersten paneuropäischen EM fällt am 25. September 2014.

"Das ist der Beweis dafür, dass dieser Ansatz ein großer Erfolg ist", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach dem SID: "Die Grundidee kommt offensichtlich an, Länder in die Gastgeberrolle für ein Spiel zu bringen, die sonst nie die Chance hätten, ein ganzes Turnier auszurichten. Nur wird jetzt zu überprüfen sein, wie realistisch das in jedem einzelnen Fall ist."

Niersbach fürchtet keine Konkurrenz

Die enorme Konkurrenz fürchtet Niersbach, Mitglied im UEFA-Exekutivkomitee und Vorsitzender der Kommission für Nationalmannschaftswettbewerbe, nicht. "Ich bleibe da sehr zuversichtlich, weil ich auch den Plan kenne, alle europäischen Regionen zu bedienen", sagte er: "Westeuropa muss auf dieser Landkarte stark vertreten sein. Wir haben mit München als Spielort gute Aussichten."

UEFA-Boss Michel Platini war "sehr stolz, dass es dieses große Interesse gibt. Wenn 32 Länder ein Spiel ausrichten wollen, ist das wunderbar", sagte der Franzose: "Die Endrunde wird eine großartige Feier des Fußballs." Es sei ein "Pluspunkt", sich nur mit einem Stadion bewerben zu müssen.

München bewirbt sich ums Finale

Die bayerische Landeshauptstadt, die sich intern gegen Berlin durchgesetzt hatte, bewirbt sich mit der Allianz Arena des Rekordmeisters Bayern München sowohl um die Finalrunde mit beiden Halbfinals und dem Endspiel als auch um das zweite Paket, bestehend aus drei Gruppenspielen und einem Viertelfinale. Stichtag für die Einreichung der Unterlagen ist der 25. April 2014, theoretisch hätte sich der DFB auch mit zwei Städten um jeweils ein Paket bewerben können.

Um das Finalpaket werben laut DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock sieben Metropolen, auch die Türkei mit Istanbul. Der DFB hat angekündigt, auf eine Kampfabstimmung gegen die Türken zu verzichten - für den Fall allerdings, dass Istanbul nicht den Zuschlag bekommt, erhält der DFB seine Bewerbung auch um die Halbfinals und das Endspiel aufrecht. Dafür muss allerdings die Arena im Münchner Norden noch ausgebaut werden - die UEFA fordert für die Highlight-Spiele eine Kapazität von mindestens 70.000 Sitzplätzen, bislang finden in München 67.812 Zuschauer bei internationalen Spielen Platz.

Die EM in sieben Jahren ist nach der Endrunde 2016 in Frankreich die zweite, die mit 24 Teilnehmern ausgespielt wird. Platini bekräftigte erneut, das Prinzip der paneuropäischen EM "nur für den 60. Geburtstag" beschlossen zu haben. Erster Europameister war 1960 die Sowjetunion. – Das Bewerberfeld reicht von Astana bis Lissabon und von Dublin bis Jerusalem.

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