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Der Leverkusener wirft dem Bundestrainer vor, oft nach Einfluss oder der Vereinszugehörigkeit zu nominieren. Die Leistung stehe dabei nicht immer an erster Stelle.

Leverkusen. Der Leverkusener Mittelfeldallrounder Gonzalo Castro hat Bundestrainer Joachim Löw vorgeworfen, das Leistungsprinzip bei Nominierungen für die Nationalmannschaft nicht immer an die erste Stelle zu setzen. Den Verein zu wechseln, um seine Chancen zu erhöhen, kommt für den 26-Jährigen allerdings nicht infrage.

"Natürlich findet es in der Öffentlichkeit ein gewaltiges Echo, wenn Uli Hoeneß jemanden vorschlägt. Ich finde insgesamt, dass es mehr nach Leistung gehen sollte, weniger über die mediale Positionierung", sagte Castro im Interview mit dem Fußballmagazin 11Freunde.

Der Allrounder ist sich sicher, dass er unter gewissen Umständen größere Chancen auf einen Platz im DFB-Kader gehabt hätte: "Wenn ich irgendwann zu einem anderen Klub gewechselt wäre, würde ich heute vielleicht auch in der Nationalmannschaft spielen." Allerdings sei dieser Schritt für ihn nie infrage gekommen: "Ich wechsle doch nicht den Verein, nur um in der Nationalelf spielen zu können."

WM-Traum lebt dennoch weiter

Obwohl er nicht mehr mit einer Einladung rechnet, bleibt eine Turnier-Teilnahme ein Traum für den fünfmaligen Nationalspieler: "Die WM ist nach wie vor mein großes Ziel, darauf arbeite ich in dieser Saison hin. Dass es schwierig wird, noch auf den Zug aufzuspringen, weiß ich. Ich bin kein Träumer."

Gonzalo Castro absolvierte bisher 239 Bundesliga-Spiele für Bayer Leverkusen. Zur Nationalmannschaft wurde er trotz seiner Vielseitigkeit zuletzt 2007 eingeladen.

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