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Der Bundestrainer sieht Potenzial beim letzten Pass, der Manager vermisst Druck im Strafraum und die Spieler freuen sich über die erfüllte Aufgabe. Goal hat die Stimmen für euch.

Torshavn. Die deutsche Nationalmannschaft hat Färöer mit 3:0 geschlagen, aber überzeugend war der Auftritt eher nicht. Doch Bundestrainer Joachim Löw hat ein derartiges Spiel erwartet: "Es war eine Pflichtaufgabe hier drei Punkte zu holen. Das Spiel war so zu erwarten. Sie stehen mit zehn Mann um den Strafraum herum. Wenn es etwas zu bemängelt gibt, dann ist es die finale Aktion, an der müssen wir noch arbeiten."

Dabei sah Löw auch den Leistungsabfall in der zweiten Hälfte und die mangelnde Chancenauswertung: "Nach der Pause haben wir uns nicht mehr so gut bewegt wie in der ersten Halbzeit. Wir müssen unser Spiel im letzten Drittel noch verbessern, unsere Spielanlage ist gut. In den letzten Monaten hat man jedoch gesehen, dass wir viele Chancen brauchen, da fehlt mir die letzte Konsequenz."

Bierhoff wünscht sich mehr Druck im Strafraum

Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff hat dagegen vor allem im Sechzehner Mängel beobachtet: "Wir hätten das eine oder andere Tor mehr machen können. Nach der Halbzeit haben wir ein wenig der Rhythmus verloren, aber am Ende war der Sieg wichtig. Wir haben den Ball oft gut laufen lassen, aber oft auch den Druck im Strafraum vermissen lassen."

Julian Draxler, der zu seinem dritten Länderspieleinsatz von Anfang an kam, rechtfertigte die schwache Chancenauswertung mit den vielen Beinen, die die Färinger im Strafraum hatten: "Wenn da zehn Spieler sind mit zwei Beinen ist es schwierig durchzukommen und eine Lücke zum Torabschluss zu finden. Aber am Ende steht ein 3:0. Und ich glaube auch, dass es verdient war. Wir sind der WM in Brasilien wieder ein Stück näher gekommen, das war wichtig."

Mertesacker erklärt die Chancenauswertung mit Kunstrasen

Der Auftakttorschütze Per Mertesacker hat eine mögliche Erklärung in der ungewohnten Spieloberfläche gefunden: "Wir wussten, dass es nicht einfach wird auf den Färöer und auf dem Kunstrasen. Richtig zwingend war es nicht, was wir besonders in der zweiten Halbzeit gespielt haben. In den entscheidenden Momenten haben wir im Angriff nicht so konsequent gespielt, das müssen wir noch besser machen."

Und auch ein anderer Torschütze hat sich geäußert. Thomas Müllers Erwartungen wurden erfüllt: "Wir haben unsere Aufgabe erfüllt, keiner hat ein Schützenfest erwartet, denn wir wussten, wie schwer es wird. Wir fahren zufrieden nach Hause. Die Aktion vor dem 2:0 kommentiert er wie folgt: "Beim Elfmeter, das war ein klares Foul an mir."

EURE MEINUNG: Darf man gegen derart tiefstehende Teams überhaupt noch hohe Siege erwarten?

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