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Nach der 1:2-Niederlage der irischen Nationalmannschaft gegen Schweden steht der Trainer des deutschen Gruppengegners vor dem Aus. Giovanni Trapattoni sieht das jedoch anders.

Dublin. Giovanni Trapattoni steht als irischer Nationaltrainer nach einer bitteren Pleite in der WM-Qualifikation vor dem Aus. Der 74-Jährige will davon aber nichts wissen. Nach dem wohl entscheidenden Rückschlag beim 1:2 (1:1) gegen Schweden auf dem Weg zur Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien redete der Italiener von seiner Vertragsverlängerung bis zur EURO 2016. Dabei lagen ihm das Pfeifkonzert und die Buh-Rufe der enttäuschten Fans in Dublin noch in den Ohren.

Trapattoni: Schwere Bedingungen in Irland

"Ich werde nicht gehen. Ich denke, wir haben eine großartige Arbeit geleistet. Keine gute Arbeit, sondern eine großartige Arbeit", sagte Trapattoni ohne Anflug von Selbstkritik. Die Iren boten in der richtungweisenden Begegnung allerdings eine schwache Vorstellung, spielten nach der Führung von Robbie Keane (21.) uninspiriert mit planlos nach vorne geschlagenen Bällen.

Vor den abschließenden drei Begegnungen liegt Irland als Vierter drei Punkte hinter den zweitplatzierten Schweden. Trapattoni gibt die Hoffnung aber nicht auf. "Wir spielen jetzt in Österreich, Schweden muss nach Kasachstan und spielt noch gegen Deutschland. Daher gibt es noch eine Möglichkeit", betonte Trapattoni. Dass seine Mannschaft auch noch in Deutschland antreten muss, verschwieg der Trainer-Methusalem lieber.

Trapattoni verwies stattdessen auf die schweren Bedingungen auf der grünen Insel. "Wir spielen in einer Gruppe mit großartigen Teams wie Deutschland und Schweden. Viele ihrer Spieler spielen in großen Teams. Unsere Spieler spielen manchmal, manchmal spielen sie aber auch nicht", sagte Trapattoni, dessen Vertrag im Juni 2014 endet und der sich heftiger Kritik ausgesetzt sieht. "Trapattoni steht vor der Falltür" (englisch: trapdoor) titelte die Irish Times am Samstag.

Schweden: Aufatmen nach schwacher Anfangsphase

Beste Stimmung herrschte dagegen im schwedischen Lager. Den Einzug in die Play-offs haben die Schweden nach den Toren von Johan Elmander (33.) und Anders Svensson (57.) nun in eigener Hand. "Wir haben den Kampf und die Einstellung gezeigt, die ich sehen wollte. Wir haben nach den ersten 20 Minuten Stärke demonstriert", sagte Trainer Erik Hamren, dessen Team auch auf die drittplatzierten Österreicher drei Zähler Vorsprung hat.



Der nächste deutsche Gegner wartet weiter auf den ersten Punkt in der WM-Qualifikation. Das Team der Färöer kassierte vor dem Aufeinandertreffen mit der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Dienstag beim 1:2 (1:0) in Kasachstan die siebte Niederlage im siebten Spiel. In Astana brachte Frodi Benjaminsen die Gäste nach 23 Minuten zwar zunächst in Führung, nach der Pause glich Kapitän Kairat Nurdauletow per Foulelfmeter aber aus (50.), bevor der zur Halbzeit eingewechselte Stürmer Andrej Finontschenko zum Sieg (64.) traf.

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