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Mario Götze ist erneut verletzt. Bundestrainer Joachim Löw macht sich mit Blick auf die WM 2014 langsam leichte Sorgen um den 21-Jährigen.

München.  Das Wiedersehen mit seinen Kollegen von der Nationalmannschaft hatte sich Mario Götze ganz anders vorgestellt. Anstatt im WM-Qualifikationsspiel am Freitagabend gegen Österreich an der Seite von Mesut Özil und Co. auf dem Platz zu zaubern, wurde er in der Münchner Arena als Tribünengast erwartet. Der 21-Jährige ist verletzt. Mal wieder.

Löw: "Ich hoffe, dass er dranbleiben kann"

Langsam macht sich sogar Bundestrainer Joachim Löw mit Blick auf die WM im kommenden Jahr in Brasilien leichte Sorgen um den Jungstar von Bayern München. "Es wäre ihm schon zu gönnen, dass er seinen Rhythmus findet. Gerade in der WM-Saison wäre es wichtig, Konstanz zu bekommen. Ich hoffe, dass er dranbleiben kann", sagte Löw.

Götze hatte sich nach rund dreimonatiger Verletzungspause wegen eines Muskelbündelrisses gerade wieder herangekämpft, als er vor einer Woche beim Finalsieg des Rekordmeisters im europäischen Supercup gegen den FC Chelsea erneut einen Rückschlag erlitt. Wegen eines Kapselrisses im rechten Sprunggelenk verordnete Nationalmannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt zunächst eine Woche Gips. Anschließend wartet eine zweiwöchige Reha auf Götze.

"Für ihn ist es außerordentlich schade, dass er sich nach längerer Verletzung, jetzt, wo er so langsam wieder in Rhythmus kam, wieder eine Verletzung zugezogen hat", sagte Löw, für den ein fitter Götze ein "überragender Spieler" ist.

Erst 128 Bundesliga-Minuten

Doch seine Klasse konnte der 37 Millionen-Euro-Transfer von Borussia Dortmund schon länger nicht mehr unter Beweis stellen. Auch beim FC Bayern war Götze bis zu seiner erneuten Verletzung noch nicht so richtig angekommen. Dass er im aktuellen DFB-Heft zum Österreich-Spiel noch als Profi des BVB geführt wird, hat damit aber nichts zu tun. Gerade 128 Spielminuten bei zwei Einsätzen in der Bundesliga stehen in seiner bisherigen Bayern-Bilanz, zudem 50 Minuten gegen Chelsea. Seine ganze, außergewöhnliche Klasse konnte er dabei noch nicht zeigen.

Die erneute Blessur hatte sich Götze bei einem üblen Foul von Chelseas Ramires zugezogen, der dafür Gelb-Rot sah. Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge atmete anschließend sogar auf, dass Götze nicht noch länger ausfällt. "Mario ist bei so einem harten Foul eigentlich ein Glückskind", sagte Rummenigge. Auch Löw war nach "diesem bösartigen Foul" froh, "dass es nur die Kapsel ist".

Nur die Kapsel - aber zumindest war es die Fortsetzung von Götzes Verletzungspech. Schon 2012 war er - noch im Trikot der Borussia - monatelang wegen einer Schambeinentzündung ausgefallen. Wie lange er diesmal fehlt, ist noch offen.



Löw hofft aber, beim Qualifikations-Doppelpack im Oktober gegen Irland (11.10.) und in Schweden (15.10.) wieder auf den offensiven Mittelfeldspieler zurückgreifen zu können. Mit Götze hat der Bundestrainer noch mehr taktische Möglichkeiten in der Offensive. Götze untermauerte die Hoffnung, als er auf seiner Facebook-Seite ein Foto, das ihn mit Krücken zeigt, mit den Worten überschrieb: "I'll be back soon." Ich werde bald zurück sein.

Bei seinem letzten Einsatz im DFB-Trikot am 26. März in Nürnberg gegen Kasachstan (4:1) hatte Götze als "falsche Neun" agiert. Auch Bayern-Trainer Pep Guardiola hat diese Rolle für ihn vorgesehen.

Unabhängig von den aktuellen Sorgen erwartet Rummenigge noch eine ganze Menge von Götze, der angesichts seiner spielerischen Qualität oft schon mit Lionel Messi verglichen wurde und als größte deutsche Fußball-Hoffnung gilt. "Er ist auf dem Weg zum Weltstar, und diesen Schritt wird er bei Bayern München machen. Er wird uns das Stück an Qualität geben, dass am Ende dazu führen wird, dass wir erfolgreich sind", sagte der Bayern-Boss dem SID.

Doch momentan muss sich Götze mit der unliebsamen Rolle des Zuschauers begnügen.

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