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Joachim Löw: Kein Verständis für Real Madrid und Freude über Ballack-Abschied

Auf der Pressekonferenz vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Österreich sparte Joachim Löw nicht mit Lob und Kritik. Ballack, Lahm und Özil standen dabei im Vordergrund.

München. Auf der DFB-Pressekonferenz am Mittwochmittag vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Österreich in der Münchener Allianz Arena beantwortete Bundestrainer Joachim Löw hauptsächlich Fragen zum anstehenden Abschied des Ex-Kapitäns Michael Ballack, zu seinem neuen Kapitän Philipp Lahm und zum Transfer von Mesut Özil zum  FC Arsenal. Sami Khedira wird wahrscheinlich spielen können, Lars Bender ist dagegen fraglich, erklärte Löw.

"Klasse Geste" für Michael Ballack

Der Deutsche Fußball-Bund und sein langjähriger Kapitän Michael Ballack haben offenbar endgültig Frieden geschlossen. "Da ist alles ausgeräumt", sagte Bundestrainer Joachim Löw am Mittwoch in München. Dass der 36 Jahre alte Ballack am Freitag vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Österreich offiziell vom DFB verabschiedet wird, findet daher auch die volle Zustimmung Löws.

"Ich war schon bei seinem Abschiedsspiel, was eine große Ehre für mich war", sagte Löw: "Ich fand es klasse, dass er so einen Abschied hatte. Und es ist auch eine klasse Geste, dass er noch einmal verabschiedet wird."

Khedira dabei, Bender fraglich

Nachdem Lars Bender und Sami Khedira noch am Dienstag während der Trainingseinheiten fehlten, kann der Bundestrainer im Prestigeduell gegen Österreich zumindest auf Khedira sicher bauen. Der Einsatz von Bender ist dagegen fraglich.

"Er hat am Wochenende einen Schlag auf die Hüfte bekommen. Hinter ihm steht ein Fragezeichen. Ich weiß noch nicht, ob er einsatzfähig ist", sagte Löw. Der 24 Jahre alte Profi von Bayer Leverkusen konnte am Mittwoch deshalb auch nicht trainieren.

Özil ist jetzt wieder "glücklich und zufrieden"

Löw äußerte sich außerdem zum Transfer von Mesut Özil. Er begrüße den Wechsel, könne aber die Entscheidung von Real Madid nicht nachvollziehen. "Einige bei Real wie Ronaldo oder Sami Khedira sind traurig, dass sie so einen Klassespieler verlieren. Auch für mich ist das ein Stück weit unverständlich, dass Real seinen Topscorer der letzten Jahre abgibt, aber so ist eben das Geschäft", sagte der 53-Jährige.

Die Vorbereitung auf das Duell gegen den Nachbarn sieht Löw durch den Transfer des 24-Jährigen, der für 50 Millionen nach London geht, nicht beeinträchtigt. Özil wirke auf ihn "absolut glücklich und zufrieden. Man merkt ihm nichts an", betonte der Bundestrainer.

"Ich habe mit ihm in den Tagen vor dem Transfer telefoniert. Da konnte man spüren, dass dieses Vertrauen nicht mehr zu 100 Prozent vorhanden war", meinte Löw. Das Vertrauen habe er bei "Toptrainer" Arsene Wenger nun wiedererlangt.

Lahm als absolutes Vorbild gelobt

Desweiteren lobte der deutsche Nationaltrainer seinen Kapitän Philipp Lahm. Dieser bestreitet gegen Österreich sein 100. Länderspiel für Deutschland. "Philipp ist ein absolutes Vorbild an Seriösität, Einsatzbereitschaft und fußballerischer Klasse", sagte Löw und betonte: "Philipp wird noch viele, viele wichtige Spiele für uns bestreiten. Ich sehe noch lange nicht, dass er seinen Zenit überschritten hat."

Der 29-Jährige sei "ein Spieler, auf den sich ein Trainer immer verlassen kann. Der fußballerisch weltklasse ist. Und der persönlich unglaublich gereift ist und eine klare Meinung hat. Dass er nun in seinem Wohnzimmer sein 100. Länderspiel machen kann, ist klasse."

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