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Fatih Terim soll nach dem Rücktritt von Abdullah Avci neben Galatasaray auch die türkische Nationalelf trainieren.

Istanbul. Fatih Terim steht vor einer dritten Rückkehr auf den Trainerstuhl der türkischen Nationalmannschaft. Der türkische Fußballverband hat dem "Imperator" einen Vierjahresvertrag angeboten. Seinen Job bei Galatasaray soll Terim allerdings noch eine Spielzeit ausüben dürfen.

Bereits seit Samstag wird wild spekuliert, nun scheint es sich zu bewahrheiten: Fatih Terim soll zum dritten Mal Nationaltrainer der Türkei werden. Der türkische Fußball-Verband hat dem 59-Jährigen am Mittwochmorgen ein offizielles Angebot über vier Jahre unterbreitet.

Allerdings, so sieht die Kompromisslösung des Verbands aus, soll Terim noch bis zum Ende der Saison Galatasaray-Trainer bleiben dürfen und beide Mannschaften in einer Doppelfunktion leiten. Terim, der sich am Mittwoch mit Verbandspräsident Yildirim Demirören in dessen Domizil traf, will sich nun mit Galatasaray-Präsident Ünal Aysal besprechen und eine endgültige Entscheidung treffen.

Terim: "Wenn mich Galatasaray nicht entlässt…"

Der bisherige türkische Nationaltrainer Abdullah Avci ist am Dienstag von seinem Amt zurückgetreten. Die Türkei steht in der WM-Qualifikationsgruppe D abgeschlagen auf dem vierten Platz und hat nur noch theoretische  Chancen auf eine Teilnahme in Brasilien. Zudem ist der WM-Dritte von 2002 und EM-Halbfinalist von 2008 und einstige Top-Ten-Gast in der Weltrangliste auf Platz 58 abgerutscht.

Mit Terim erhofft sich Demirören ("Wir wollen den Besten holen") einen sportlichen Aufschwung und vor allem eine sportlich nachhaltige Entwicklung. Noch am Dienstagabend verkündete Wunschkandidat Terim per Pressemitteilung, dass er Galatasaray nicht verlassen werde, wenn der Klub ihn nicht entlassen will.

Atmosphärische Störungen bei Galatasaray

Nun wohl die Kehrtwende, zumal auch Galatasaray-Präsident Ünal Aysal Terim wohl nicht mit aller Macht halten will. Immer wieder machen Gerüchte über atmosphärische Störungen die Runde. Dass trotz auslaufenden Vertrags kein neues Angebot vorliegt, soll Terim stören. In der vergangenen Saison kam es zwischen beiden Seiten fast zum Bruch, als Aysal öffentlich den eitlen Terim abfällig einen "Mitarbeiter" nannte.

Terim, der sehr viel Macht beansprucht und in sportlichen Dingen das alleinige Sagen hat, ist trotz großer Erfolge nicht bei allen Funktionären im Klub beliebt. Anders die Situation im Umfeld, wo Terim einen absoluten Helden-Status genießt und an der Fanfront unumstritten ist. Dass es nach den letzten Entwicklungen mittelfristig dennoch zu einer Trennung kommt, ist nicht abwegig.

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