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Abwerbeversuch von der anderen Seite des Atlantiks: Der US-Verband konzentriert sich unter Klinsmann verstärkt auf den deutschen Markt und hat nun auch Shawn Parker im Visier.

Miami. Verliert der DFB eines seiner Talente an den Fußballverband der USA? Nationalcoach Jürgen Klinsmann lässt Shawn Parker vom FSV Mainz 05 beobachten. Am Samstag beim Test gegen West Ham United (4:1) war US-Scout Matthias Hamann zugegen und sah den Youngster ein Tor erzielen.

"Ich habe das bestätigt gesehen, was wir schon wussten. Shawn ist ein interessanter Spieler", sagte der ältere Bruder von Dietmar Hamann, der seit 2012 für den Fußballverband der USA den europäischen Markt sondiert, im Gespräch mit der Bild.

Der 20 Jahre alte gebürtige Wiesbadener, Sohn eines amerikanischen Vaters und einer deutschen Mutter, erzielte nach 76 Minuten das 3:1 gegen die Londoner, steht aber nicht erst seit jetzt in den Notizblöcken der Kaderplaner der US-Boys, wie Hamann bestätigte.

"Wir haben ihn ja schon seit zwei Jahren im Blick und müssen nun entscheiden, ob er uns weiterhelfen kann", so der 45-jährige frühere Bundesligaprofi. Auf Nachfrage berichtete auch Parker vom Interesse: "Es gab schon Kontakt mit Jürgen Klinsmann. Das ist bisher aber mehr ein Gedankenaustausch, kein Abwerben."

Auf den Spuren von Jones, Johnson und Co?

Parker wäre nach Jermaine Jones, Fabian Johnson, Timothy Chandler, Daniel Williams und Alfredo Morales der sechste Deutsch-Amerikaner unter dem Ex-DFB-Teamchef Jürgen Klinsmann. Zudem durchlief der Mainzer alle deutschen Jugendnationalmannschaften. "Das macht der DFB bei Spielern doch auch", wiegelte Hamann Abwerbevorwürfe ab.

Parker, der 2005 in die Jugendabteilung des FSV Mainz 05 wechselte, kam in der vergangenen Saison unter Trainer Thomas Tuchel in der Bundesliga 16 Mal zum Einsatz, erzielte dabei drei Tore und verbuchte drei Assists.

EURE MEINUNG: Geht Shawn Parker bald auch für die USA auf Torejagd?

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