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Gianluigi Buffon hat Italien beim Confed Cup mit einer historischen Tat zu Platz 3 verholfen. In einem Jahr werde sich die Squadra Azzurra damit aber nicht zufriedengeben.

Rio de Janeiro. "Elfmeterkiller" Gianluigi Buffon hatte den letzten Kraftakt der Azzurri gerade mit einem Happy End gekrönt, da fasste der Kapitän bereits das nächste große Ziel ins Auge. "Wir haben bewiesen, dass wir es mit allen aufnehmen können. Das war das 'Finalina', ich hoffe, dass es im nächsten Jahr wieder das große Finale wird", sagte er nach dem 3:2 i.E. (2:2 n.V.) Italiens im Spiel um Platz 3 beim Confed Cup gegen Uruguay in Salvador da Bahia. Wieder nur "Bronze" - das wäre Buffon 2014 bei der WM zu wenig.

Die Squadra Azzurra möchte in zwölf Monaten mit dem fünften Coup zu Rekordweltmeister Brasilien aufschließen. Und die Generalprobe machte allen Hoffnung, dass es klappen könnte. "Italien hat seinen Stolz und seinen Charakter gezeigt. Wir haben viel gelitten, aber bis zum Ende gekämpft", sagte Buffon. Schließlich war Italien ohne fünf verletzte Spieler angetreten, darunter Stars wie Andrea Pirlo und Mario Balotelli. Letzterer twitterte aus der Heimat unmittelbar nach dem Erfolg: "GIGI BUFFON! Superman! :) yes! Bravo Jungs."

Nach Toren von Davide Astori (24.) und Alessandro Diamanti (73.) für Italien sowie Edinson Cavani (58./78.) für den Südamerikameister war die Verlängerung ohne weiteren Treffer verstrichen - dann hatte Buffon seinen historischen Auftritt.

Buffon mit historischer Tat

Drei Elfmeter parierte er und damit mehr als je ein italienischer Torhüter bei den zuvor immerhin acht finalen Shoot-outs der Azzurri bei großen Turnieren. Francesco Toldo hielt im legendären Elfmeterschießen gegen die Niederlande im Halbfinale der EM 2000 zwei Elfmeter, dazu einen weiteren im Spiel. Aber Buffons Tat ist einzigartig - und sie machte ihn stolz.

"Die Geschichte spricht für mich", sagte er. Da klang auch ein bisschen Bitterkeit mit an. Bitterkeit darüber, "dass ich gegen die Spanier keinen gehalten habe".

Im Halbfinale hatte Italien gegen den Weltmeister nach großem Kampf 6:7 i.E. verloren. Bitterkeit aber vor allem über die harte Kritik aus der Heimat nach einigen Fehlern beim Confed Cup. "Ja, ich habe gepatzt", gab Buffon zu: "Aber man sollte daraus keinen Sturm im Wasserglas machen." Trainer Cesare Prandelli verteidigte den Kapitän: "In Italien wird so viel Blödsinn geredet. Gigi ist ein großartiger Torhüter."

Hitze war ein Problem

Buffon hielt Italien schon vor dem Elfmeterschießen im Spiel - mit Paraden so "akrobatisch wie im Zirkus" (Gazzetta dello Sport). Doch auch er litt schwer unter der weiteren harten Prüfung in der Mittagshitze von Salvador. "Es ist ein Wunder, dass wir den Platz auf zwei Beinen und nicht auf allen Vieren verlassen haben", meinte Buffon, "aber wir hatten die richtige Einstellung und haben unseren Rang in der Welt ehrenvoll verteidigt."

Dieser Wille und der Teamgeist sollen 2014 noch weiter tragen - obwohl Spieler wie Buffon und Pirlo tatsächlich häufiger schwächere Tage haben als man es von diesen Weltklassespielern lange gewohnt war. "Wir haben eine großartige Gruppe beisammen, das ist ein großer Luxus und ein großes Glück", meinte Buffon. Keine schlechten Zutaten für ein großes Finale 2014.

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