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Am Rande des Finales des Confed Cups ist es in Rio de Janeiro erneut zu Krawallen gekommen. Unter anderem wurde gegen die Privatisierung des Maracana protestiert.

Rio de Janeiro. Auch vor und während des Finals des Confed-Cups in Brasilien ist es zu Krawallen gekommen. Kurz vor dem Anpfiff des Endspiels zwischen dem Gastgeber und Weltmeister Spanien gingen im Umfeld des Maracanã-Stadions in Rio de Janeiro Polizisten mit Tränengas gegen Demonstranten und Steinewerfer vor.

Mehr als 11.000 Sicherheitskräfte wahren während des Endspiels im Einsatz.

Gegen Privatisierung

Im Stadion kam es während der Schlussfeier zu einem peinlichen Zwischenfall: Der musikalische Ausklang vor dem Finale am Sonntag wurde von zwei Tänzern zu einer Protestaktion genutzt. Während der Vorstellung entrollte das Pärchen ein Spruchband mit der Aufschrift "Sofortige Aufhebung der Privatisierung des Maracanã". Die beiden wurden vom privaten Sicherheitsdienst im Stadion vom Platz gedrängt.

Ein Firmen-Konsortium hatte im Mai die Ausschreibung für die Betreibung von Rios Fußballtempel für die nächsten 35 Jahre für insgesamt umgerechnet rund 62,4 Millionen Euro Pacht ersteigert. Die Umbaukosten der heute 76.804 Zuschauer fassenden Arena belaufen sich inzwischen schon auf über eine Milliarde Real (344 Mio. Euro).

EURE MEINUNG: Haben die Demonstranten in Brasilien Recht?

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