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FIFA-Präsident Sepp Blatter ist mit dem Ablauf des Confed Cup in Brasilien zufrieden. Allerdings gibt es auch viele kritische Stimmen, die Blatter ignoriert.

Zürich. FIFA-Präsident Sepp Blatter ist mit der Organisation des Confed Cuplaut eigener Aussage absolut zufrieden. Der Weltverband hätte von den Teilnehmern nur positive Rückmeldungen erhalten. Allerdings gibt es durchaus auch kritische Stimmen, die Blatter in seinem Resümee ignoriert.

"Als Präsident der FIFA muss ich sagen, dass ich in organisatorischer Hinsicht sehr zufrieden damit bin, was hier passiert ist", erklärte der FIFA-Präsident gegenüber brasilianischen Reportern und fügte hinzu: "Wir konnten in sechs praktisch brandneuen Stadien spielen und haben von den acht Teilnehmern nur Lob bekommen."

Auch mit den Spielen des diesjährigen Wettbewerbs sei er zufrieden, man habe den bisher höchsten fußballerischen Standard bei einem Confederations Cup erlebt.

Blatter ignoriert Kritiker

Allerdings ignoriert Blatter damit auch kritische Stimmen wie die von Italiens Trainer Cesare Prandelli, der mehrfach den zu engen Terminkalender während des Wettbewerbs beklagt hatte. Es sei "riskant" für die Gesundheit der Spieler, so viele Spiele in so kurzer Zeit zu absolvieren.

In Recife wurde seinem Team aufgrund der Unruhen auf den Straßen verboten, das Hotel zu verlassen, kurzzeitig machten sogar Gerüchte über eine vorzeitige Abreise der Squadra Azzurra die Runde.

Auch was die Infrastruktur Brasiliens angeht, machten mehrere Teams negative Erfahrungen. Unter anderem blieben mehrere uruguayische Nationalspieler über eine halbe Stunde in einem Hotel-Lift stecken.

Millionen Brasilianer protestieren

Die Proteste auf den Straßen Brasiliens, die das öffentliche Bild des Wettbewerbs bereits seit dem ersten Tag trüben, forderten sogar Todesopfer. "Ich würde sagen, dass der Fußball die Menschen in den Stadien verbunden hat. Vielleicht hat er die Menschen unglücklicherweise auch auf den Straßen verbunden", räumte Blatter ein.

In den vergangenen Wochen demonstrierten mittlerweile mehr als eine Million Menschen, unter anderem gegen die Kosten des Confed-Cups und der WM 2014.

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