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Es war erneut keine echte Galavorstellung, die Brasilien gegen Japaner ablieferte, denen man ansah, dass sie zwei WM-Quali-Spiele in den Knochen hatten. Trotzdem ist man zufrieden.

Brasilia. Vor nicht ganz gefüllten Rängen hat Brasilien gegen Japan am Abend den Confed Cup als Probelauf für die WM 2014 eröffnet. Das 3:0 gegen physisch überforderte Gegner aus Japan war dabei keine echte Offenbarung und es gab sogar vereinzelt Pfiffe. Trotzdem war man durch die Bank zufrieden; Neymar beendete seine 844 Minuten währende Flaute im Verein und für sein Land bereits in der dritten Minute mit einem Traumtor.

Neymar war einfach glücklich und kann gegen Mexiko spielen

"Ich bin so glücklich, dass es so gekommen ist. Mein Tor widme ich allen, die Teil meines Lebens sind", sagte Neymar gegenüber SporTV nach dem Abpfiff. Der Stürmer, der nach zwei Fouls des Wolfsburgers Makoto Hasebe ausgewechselt wurde (74.), beruhigte auch die Fans: "Es ist nichts zu befürchten: Ich werde am Mittwoch gegen Mexiko dabei sein."

Scolari hat es bereits vorher gewusst: Neymar ist ein Großer

Trainer Luiz Felipe Scolari war voll des Lobes für seinen Star: "Ich habe es doch gesagt: Neymar ist ein großer Spieler. Auch er hat mal schlechtere Tage, aber er kann den Unterschied machen - und das hat er getan. Wir sind dabei, die beste Elf zu finden. Schritt für Schritt. Und wir haben die Spieler in der Hinterhand, die uns dann helfen, wenn sie auf den Platz kommen."

Zaccheroni: Wir konnten nur 50 Prozent abrufen

Zaccheroni sagte nach dem Spiel gegenüber NHK: "Wir müssen das Spiel jetzt sacken lassen. Wir müssen das abschütteln und uns für die weiteren Aufgaben vorbereiten. Wir waren nicht in der Lage all unsere Fähigkeiten abzurufen. Wir haben nur 50 Prozent von dem gezeigt, was wir können. Brasilien war einfach sehr clever und hat seinen emotionalen Stil auf dem Platz zelebriert.“

Honda reagiert sehr enttäuscht

Keisuke Honda stimmt dem Coach bei NHK zu: "Ich bin sehr enttäuscht. Im Gegensatz zum letzten Spiel gegen Brasilien konnte wir nicht genug Druck nach vorne zustande bringen. Ich bin enttäuscht, aber man kann es jetzt nicht mehr ändern. Es war eine totale Niederlage. Aber wir schauen nach vorne und haben noch zwei Spiele vor uns.“

Der Schalker Atsuto Uchida sah es nicht wesentlich anders: "Ich wusste, dass Neymar einfach ein grandiose Spieler ist. Ich dachte, wenn ich ihn eng nehme, wenn er am Ball ist, würde das schon passen. Aber er machte exakt die Art von Tor, das ich von ihm erwartet hatte. Man konnte deutlich spüren: Brasilien stand auf dem Platz, um das Spiel daheim zu gewinnen. Es war ein wirklich hartes Spiel. Wir konnten nicht unsere Art von Fußball abrufen und haben viele Fehlpässe produziert. Und wir haben den Druck gespürt, den man nur in Brasilien fühlt."

Julio Cesar: Frühe Tore in beiden Hälften spielten uns in die Hand

Direkt nach dem Match sagte Cesar, der überraschend unsicher wirkte, gegenüber SporTV: "Das Team hat sich gut präsentiert und die beiden Tore jeweils zu Beginn der Halbzeiten halfen uns eine Menge dabei, den Ball laufen zu lassen. Die Führung hat uns ruhig werden lassen. Unsere Coaches sagten, wir müssen die Räume dicht machen, wenn wir verteidigen und das haben wir auf dem Platz umgesetzt. Aktuell läuft es wirklich gut. Das wirklich gute Spiel gegen Frankreich und dieses wundervolle Spiel gegen Japan – was wollen wir mehr?"

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