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Oliver Kahn empfiehlt Nationaltorhüter Manuel Neuer, weniger riskant zu spielen. Als Torhüter müsse man nicht fußballerisch brillieren, so der dreimalige Welttorhüter.

München. Oliver Kahn empfiehlt Nationaltorhüter Manuel Neuer, die richtige Mitte zwischen Risiko und Sicherheit zu finden. Zwar habe sich Neuer im Vergleich zu seiner Zeit beim FC Schalke 04 weiter entwickelt, aber er solle sich weiter an den großen Torhütern orientieren.

„Torhüter entscheiden Spiele, aber nicht dadurch, dass sie fußballerisch brillieren, sondern mit spielentscheidenden Reflexen und Paraden. So ermöglichst du als Torwart deiner Mannschaft Siege und Titel", mahnte Kahn in der Abendzeitung.

Beim 4:1-Sieg im WM-Qualifikationsspiel gegen Kasachstan am Dienstag hatte Neuer durch eine Unsicherheit den Gegentreffer verschuldet. Er wollte eine Aktion spielerisch klären, als ihm der Ball zu weit vom Fuß sprang. In der Folge wurde Neuer von den eigenen Fans ausgepfiffen.

Neuer hat sich „sehr gut entwickelt"

„Als Manuel noch bei Schalke war, habe ich mir oft gedacht, das ist ja Wahnsinn, wie er das Torwartspiel interpretiert", fuhr Kahn fort. Seit er beim FC Bayern spiele, habe sich „das relativiert, er hat sich sehr gut entwickelt."

Kahn selbst habe sich „im Zweifel für absolute Sicherheit entschieden. Auch ein gezielter langer Ball kann ein Spiel schnell machen. Alle großen Torhüter wie Casillas, Buffon, van der Sar oder Schmeichel haben immer die optimale Mischung zwischen Risiko und Sicherheit gefunden. Als Torhüter musst du dich fragen: In welchem Verhältnis sollte das Risiko zu meinem Spiel stehen?“

Bundestrainer Joachim Löw vertritt allerdings eine andere Ansicht und rät Neuer: „Manuel spielt einen offensiven Torhüter, daher soll er seinen Spielstil auf keinen Fall umstellen."

EURE MEINUNG: Soll Neuer auf Kahn hören und sein Spiel umstellen?

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