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Der nächste Spieltag der WM-Quali ist vorbei. Goal.com analysiert die wichtigen Szenen und Auftritte der großen Teams.

ANALYSE

In einem Jahr werden die Gruppen der WM-Endrunde 2014 feststehen. In der Zwischenzeit werden die Tickets in der Qualifikation vergeben. An diesem Dienstag fand ein weiterer Spieltag voller spannender Partien statt.

Alle vier Halbfinalisten der EM 2012 konnten gewinnen, doch es gab noch andere Dinge, die wir von diesem Spieltag gelernt haben. Brasilien kommt immer näher – Goal.coms Team-Experten geben ihre Gedanken zum Besten.

Balotelli ist die Antwort für Italien


Von Kris Voakes

Ein Sieg gegen Malta sollte natürlich das Minimum für alle Teams sein, die sich für eine WM qualifizieren wollen. Italien hat diesen Job mit wenig Aufwand und sehr professionell erledigt.

Nach dem 2:0-Sieg führen die Italiener mit einem Spiel weniger drei Punkte vor Bulgarien die Gruppe B an, Mario Balotelli bestätigte einmal mehr seine fantastische Form der letzten Wochen. Es gibt viele Gründe, die für eine erfolgreiche Qualifikation sprechen.

Der Stürmer vom AC Mailand erzielte zwei Tore, Buffon parierte einen Elfmeter. Italien sicherte sich den Sieg, obwohl Malta die Latte traf.

Balotelli ist bisher in der besten Form seiner Karriere und trotz seiner erst 19 Spiele in dieser Saison besticht er durch seine Spielweise, in der Luft und auch körperlich ist er eine ständige Bedrohung, dazu verwandelte er sämtliche Elfmeter und beweist den Killer-Instinkt. Er ist Italiens Lebensversicherung.

Egal, ob es ein EM-Halbfinale gegen Deutschland oder ein Pflichtsieg gegen Malta ist - „Super Mario“ ist auf bestem Wege, Italiens Aushängeschild zu werden.

Deutschlands Aussetzer müssen aufhören


Von Enis Koylu

Das Spiel war bereits vor dem Anpfiff entschieden. Es musste schon ein Wunder her, wenn Kasachstan etwas aus Nürnberg mitnehmen wollte. Zur Pause stand es erwartungsgemäß 3:0 für Deutschland. Nach der Pause sorgte ein grober Patzer von Manuel Neuer für ein Tor, welches die Kasachen nicht wirklich verdient haben.

Es erinnerte etwas an Deutschlands Scheitern in den letzten großen Turnieren. Ein Konzentrationsfehler führte 2010 zum Tor für Spanien, was das Halbfinal-Aus bedeutete. Zwei Jahre später waren es zwei unnötige Gegentore gegen Italien – mal wieder war im Halbfinale Endstation.

Joachim Löws Team hat immer noch nicht aus den Fehlern gelernt. Es wäre eine weitere Tragödie, wenn die mangelnde Konzentration Deutschland den WM-Titel kosten würde.

Varane & Pogba sind bereit für Frankreich


Von Robin Bairner

Für Didier Deschamps gehören Paul Pogba und Raphael Varane der Zukunft an, gegen Spanien lieferten beide ein solides Spiel ab.

Varane reift in der französischen Abwehr, während Pogba im Mittelfeld eine echte Verstärkung ist. Von den weltbesten Mittelfeldspielern ließ er sich nicht beeindrucken. Das Blut stieg im allerdings zu sehr in den Kopf, als er vom Platz gestellt wurde, doch es gibt keine Zweifel: Varane und Pogba sind zu internationalen Spielern gereift und gehören nicht nur zu den Perspektivspielern.

Lens ist bereit für den nächsten Schritt


Von Stefan Coerts

PSV-Angreifer Jeremain Lens ließ kürzlich verlauten, ins Ausland wechseln zu wollen. Nach seiner letzten Vorstellung ist Lens mehr als bereit für diesen Schritt. Der 25-Jährige war an drei der vier Tore gegen Rumänien beteiligt und brachte mit seinen Dribblings die rumänische Abwehr oftmals in Verlegenheit.

Robin van Persie, Rafael van der Vaart und Arjen Robben sollten diejenigen sein, über die es zu berichten gilt, doch Lens entwickelt sich unter van Gaal zu einer Schlüsselfigur.

Portugal lässt den Killer-Instinkt vermissen


Von Simon Harrison

Trotz des 2:0-Sieges gegen Aserbaidschan muss sich Portugal eine haarsträubende Chancenverwertung nachsagen lassen. Hugo Almeida traf locker, doch Helder Postiga versemmelte eine Menge Chancen.

Danny und Vierinha sorgten in Abwesenheit von Cristiano Ronaldo für die kreativen Momente, während Portugal ständig den Strafraum von Aserbaidschan belagerte, doch die Entschlossenheit fehlte. Portugal muss viel mehr aus den Chancen machen, sonst wird es eng mit einer erfolgreichen Qualifikation für die WM.

Argentinien vertreibt die Dämonen aus La Paz


Von Dan Edwards

Das historische 6:1 aus dem letzten Spiel in La Paz war bei den Argentiniern noch bestens in Erinnerung, so entschied sich der Trainer für ein vorsichtiges 5-3-1-1 gegen Bolivien und wechselte auf acht Positionen.

Bei den erdrückenden Bedingungen auf der Höhe von La Paz war das 1:1 mehr als akzeptabel für die Gäste. Mit einer ungewöhnlichen Aufstellung erreichte Argentinien ein Remis und ist auf einem guten Weg in Richtung Brasilien.

Eigentlich hätte Argentinien auch gewonnen, wenn Messi, der normalerweise so treffsicher ist, seine Großchance genutzt hätte.

Es ist Zeit, den neuen Führungsspieler zu begrüßen


Von Paddy Higgs

Fans und Experten haben danach verlangt, doch Trainer Holger Osieck sträubte sich dagegen. Spätestens nach dem 2:2 gegen Oman sollte er überzeugt worden sein. Ein spätes Tor von Brett Holman war nötig, um einen Punkt zu sichern und Australiens Chancen am Leben zu erhalten.

Osieck verließ sich immer nur auf die erfahrenen Akteure, die die „Socceroos“ nach Brasilien führen sollen. Doch die Ergebnisse und Vorstellungen waren mehr als dürftig, und das mit Tim Cahill, der mit 32 noch die tragende Säule im Spiel der Australier darstellen soll. Aber Cahill benötigt Hilfe, und das schnell – Osieck muss seinen jungen Spielern auch mal die Chance geben, Australiens WM-Hoffnungen aufrecht zu halten.

EURE MEINUNG: Was hat euch an diesem Qualifikationsspieltag überrascht?

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