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Joachim Löw: „Stürmer abschaffen ist schwachsinnig“

Der Bundestrainer fühlt sich in der Stürmerdiskussion missverstanden: Die Nationalelf werde immer mit einem Spieler in der Angriffsspitze agieren, so Löw.

Nürnberg. Vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Kasachstan am Dienstag reagierte Bundestrainer Joachim Löw auf das Medienecho rund um die Besetzung der Sturmspitze. Der 53-Jährige verwies darauf, dass die Nominierung eines gelernten Mittelfeldspielers auf dieser Position nichts an der offensiven Ausrichtung der DFB-Elf ändere.

Löw fühlt sich missverstanden

„Wir spielen natürlich mit einem Stürmer. Die ganze Diskussion geht mir in die falsche Richtung“, sagte Löw auf der DFB-Pressekonferenz am Montag. Der Bundestrainer verwies auf die Entwicklung im Weltfußball, wonach „kleinere Mannschaften ihren Fokus auf die Defensive“ legen und die Räume immer enger machen würden.

Kleine Spieler als Mittel gegen enge Räume

Man brauche auch in Zukunft einen Stürmertyp, der ganz vorne arbeitet, so Löw: „Wir haben diese Stürmer, mit Gomez und mit Klose.“ Es könnten „aber auch mal kleinere Spieler wie Götze oder Reus sein“, ergänzte der Bundestrainer, die gegen engmaschige Verteidigungsreihen dank ihrer Wendigkeit für Gefahr sorgen. Vorwürfe, er wolle den Stürmer abschaffen, nannte Löw „schwachsinnig.“ Wer im Rückspiel gegen die Kasachen ganz vorne agieren werde, stehe aber noch nicht fest.

Sollte sich der Fußball tatsächlich in die Richtung bewegen, dass die meisten Mannschaften auf wendige Spieler in der Spitze setzen, könnte das auch eine Veränderung des Anforderungsprofils an einen Abwehrspieler bedeuten, so Löw: „In der Entwicklung des Fußballs gibt es Anpassungen. Vielleicht gibt es auch in der Zukunft mal ganz kleine Innenverteidiger, um einen Messi zu bekämpfen.“

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