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Brasilien hat ein Offensivproblem!?

Auf Brasiliens „Global Tour“ hapert es noch gewaltig. Ein Sieg wollte nun auch im dritten Spiel unter Scolari nicht passieren. Die Selecao hat noch einige Probleme zu lösen.

London. Brasilien erspielte gegen Russland in letzter Minute ein schmeichelhaftes 1:1. Die Selecao strotzte nur so vor Problemen, die sie früher nicht kannte. Eines davon: Die Offensive ist trotz Neymarnicht wirklich effektiv.

Neymar muss ins Mittelfeld

Die ersten Minuten gegen Russland waren sehr schwammig, ohne echte Struktur im Spiel der Selecao. Es waren die Russen, die ein wahres Feuerwerk abbrannten und nicht die ansonsten dafür bekannte Auswahl Brasiliens. Nur dank „Mr. Chancentod“ Kerzhakov gingen die Gäste nicht in Führung. Schon bei der EM traf er den Kasten nicht.

Im Gegenteil lief in der Offensive der Brasilianer nicht viel. Neymar ist ohne Frage ein begnadeter Fußballer, doch am Montag vertänzelte er im Strafraum mehrmals beste Chancen. Die Effektivität im Abschluss fehlte einfach.

Der junge Angreifer ist besser im offensiven Mittelfeld aufgehoben, er kann dort glänzen. Aber setzt man mit ihm als Stürmer oder hängender Spitze auf einen Sieg, kann es nicht allzu viel werden. Der Selecao fehlt zurzeit ein echter Vollstrecker. Früher standen Romario oder Ronaldo im Sturm, heute fehlt ein solcher Spieler in der Spitze.

Abwehr wackelte

Doch auch in der Hintermannschaft lief nicht alles so zusammen, wie es sich Felipao gewünscht haben wird. Er wollte für Stabilität sorgen, doch beim Gegentor in der 73. Minute tanzte die Abwehr Samba, leider ohne Ball, und ließ die Russen gewähren. Ein Kämpfer schmiss sich nicht dazwischen, sodass die Hausherren das Spielgerät solange hin und her schieben konnten, bis der Ball schließlich im Tor landete.

Hulk und Fred, das kann passen

Erst in letzter Minute gab es etwas Glanz und gewohnte Stärke im Angriff. Marcelo spielte von links den Ball auf Fred, der sicher einschob. Mit Hulk und Fred in der Sturmspitze könnte Scolari für Furore sorgen, sie geben fraglos Grund zur Hoffnung. Sonst wird es nichts werden mit dem ersehnten Titel bei der Heim-WM 2014.

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