thumbnail Hallo,

DFB-PK: Bundestrainer Joachim Löw fordert mehr Konzentration und setzt auf Ilkay Gündogan

Auf der Pressekonferenz zum Kasachstan-Spiel äußerte sich der Bundestrainer zu den Nachnominierten Herrmann und Jansen und gab bekannt, dass Mesut Özil wieder fit sei.

Nürnberg. Morgen Abend empfängt die deutsche Nationalmannschaft die Underdogs aus Kasachstan zum Rückspiel der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien. Das Hinspiel am vergangenen am Freitag entschied das DFB-Team mit 3:0 für sich. Auf der heutigen Pressekonferenz zum Spiel stand Bundestrainer Joachim Löw den Medien Rede und Antwort. Dabei ging es auch um Michael Ballack, Oliver Bierhoff und die nachnominierten Patrick Herrmann und Marcell Jansen.

Herrmann und Jansen keine Zufalls-Entscheidung

„Natürlich ist er noch ein bisschen müde gewesen, hat sich aber gefreut dabei zu sein. Etwas nervös war er noch“, sagte Löw zu Herrmann. Nominiert habe der Bundestrainer den Gladbacher, da er auf verschiedenen Positionen spielen könne und „technisch sehr gut sei“. Löw ergänzte: „Uns war klar: Wenn wir einen Spieler nachnominieren, dann ihn, weil er am Anfang einer sehr guten Entwicklung steht.“

Zusammen mit Marcel Jansen, der ebenfalls nachnominiert wurde, wird Herrmann heute beim Training dabei sein. Dass der Hamburger nachnominiert wurde sei kein Zeichen für eine Verletzung bei Marcel Schmelzer. Der Bundestrainer erklärte: „Der Marcel Schmelzer hat keine Probleme mit irgendwelchen Verletzungen und wird von Anfang an spielen. Bei Benni Höwedes gibt es ein Fragezeichen. Falls links etwas passieren sollte, brauchen wir einen Spieler, der links auch die offensiven Möglichkeiten ausschöpfen kann.“

Özil einsatzbereit, Gomez fraglich

Fragzeichen stehen außerdem noch hinter dem Einsatz von Mario Gomez. Zusammen mit Höwedes blieb der Bayernstürmer gestern im Hotel, lief im Wald, eine Prognose sei aber noch schwierig. „Bei Özil wird es kein Problem geben“, versichte Joachim Löw dagegen.

Was den Gegner Kasachstan betrifft, so erhofft sich Löw vor allem, dass die Konzentration dieses Mal länger hält. „Die Spieler haben sich wieder eingewöhnt beim Traing, auf normalem Rasen“, so der Bundestrainer, der anfügte: „Wir haben Fehler gemacht, als wir das Tempo rausgenommen haben. Da kam Kasachstan zu Chancen und wir haben Bälle verloren.“

Löw kann Stürmerfrage nicht nachvollziehen

„Wir sind nur dann in der Lage richtig gut zu spielen, wenn wir in allen Sitaution volles Tempo gehen“, so Löw, der sich nicht weiter dazu äußern wollte, ob wieder ohne Stürmer gespielt werde. „Wir werden mit einem Torhüter, mit Abwehrspielern und natürlich mit einem Stürmer spielen. Die Diskussion geht in die falsche Richtung.“

Löw weiter: „Die Räume im Fussball werden enger, und die Zeit wird knapper. Von daher gibt es auch im Spiel für die Zukunft eine gewisse Anpassung. Aber vorne braucht man immer einen Typen, der sich zwischen den Verteidigern bewegt.“

Die Kritik an seiner Taktik konnte der Badener nicht nachvollziehen und scherzte: „Der Löw will den Stürmer abschaffen, das ist schwachsinnig. Vielleicht gibt es in der Zukunft mal ganz kleine Inneverteidiger, um einen Messi zu bekämpfen“.

Deutschland bleibt WM-Favorit

Selbstredend wurde Joachim Löw auch mit Oliver Biehoffs Aussagen, es sei eigentlich unmöglich in Brasilien Weltmeister zu werden, konfrontiert. „Er hat eigentlich gesagt. Eigentlich ist es schwierig, das zeigt die Geschichte, dass noch nie eine europäische Mannschaft es geschafft hat auf dem amerikanischen Kontinent einen Titel zu gewinnen“, verteidigte Löw seinen Manager und gab an: „Eigentlich hat aber auch niemand erwartet, dass Griechenland die EM holt. Wir fahren als Mitfavoriten nach Brasilien.“

Gündogan in der Startelf

Verglichen zum Spiel am Freitag wird sich etwas in der Startelf ändern. „Es wird nicht nur eine Änderung geben, sondern zwei oder drei. Was die Position vorne betrifft, da kann ich im Moment nichts Konkretes sagen, weil ich auch erstmal abwarten muss, ob Mario einsatzfähig ist.“

Eine Änderung konnte dem Bundestrainer dann doch noch entlockt werden. „Ilkay Gündogan wird morgen von Beginn an spielen. Er hat in den letzten Monaten einen riesen Sprung gemacht. Gegen die Niederlande und gegen Frankreich war er wahnsinnig präsent und hat das Spiel schnell gemacht“, lobte Löw seinen Schützling, der zwei Jahre in Nürnberg spielte. „Er hat auch bei uns viel an Wertschätzung gewonnen. Er ist auf einem internationalen Top-Niveau und hat alle Voraussetzungen, um ein Weltklassespieler zu sein“, so Löw weiter.

Löw sicher: Spanien wird sich qualifizieren

Angesprochen auf die Situation der Spanier, antwortete Löw: „Spanien steht unter Druck, aber sie werden defintiv bei der WM dabei, weil sie das korrigieren. Wenn sie die Gruppe nicht gewinnen, dann spätestens die Entscheidungsspiele im November.“

Kein Treffer mit Ballack - noch nicht

Mit Michael Ballack werde es im Rahmen des Kasachstan-Spiels kein Treffen geben. „Michael Ballack wird im Stadion sein, aber morgen gibt es für uns kein Zeitfenster in Ruhe zu reden und Kaffee zu trinken.“ Bis zum Abschiedsspiel des „Capitanos“ ist ein Meeting aber fest eingeplant. „Bis zum Abschiedspiel werden wir mal Kaffee trinken oder zusammen essen gehen, dann werden wir uns unterhalten und die Dinge ausräumen“, kommentierte Löw die Situation und ergänzte: „Ich habe mich gefreut, dass er mich eingeladen hat.“

EURE MEINUNG: Was erwartet Ihr von der DFB-Elf in den kommenden Monaten?

Bleibe am Ball und sei Teil des größten Fußball-Netzwerkes der Welt: Folge Goal.com auf
oder werde Fan von Goal.com auf !

Dazugehörig