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Das polnische Nationalteam erntet weiterhin viel Kritik. Nach der Niederlage gegen Ukraine gab es im Nationalstadion ein heftiges Pfeifkonzert.

Warschau. Im letzten Jahr waren die Ukraine und Polen die Ausrichter der Europameisterschaft. Nun kämpfen beide Team in der Qualifikationsgruppe H um eines der begehrten WM-Tickets. Nach dem 3:1-Sieg sind die Ukrainer wieder voll im Geschäft, während bei den Polen Tristesse herrscht und die Fans Lewandowski und Co. mit Pfiffen in die Katakomben begleiteten.

Keine Ausschreitungen

Die Begegnung erfolgte in einer friedlichen Atmosphäre: Weder vor oder nach dem Spiel gab es Ausschreitungen. Ganz im Gegenteil: Die polnischen Fans applaudierten während der ukrainischen Nationalhymne. Zudem konnte man einige Fangruppen erkennen, die sowohl aus ukrainischen wie auch aus polnischen Fans bestanden und gemeinsam bei der Partie mitfieberten.

Die polnischen Anhänger gingen mit einer großen Vorfreude in die Partie, sangen bereits knapp eine Stunde vor Spielbeginn lautstark ihre Fangesänge. Die frühen Tore und damit verbunden die groben Fehler der polnischen Verteidigung dämpften ein wenig die Stimmung auf den Rängen. Im zweiten Durchgang hörte man ausschließlich nur noch die aus knapp 2.000 Fans bestehende ukrainische Gruppe, da die Polen sich von dem eigenen Team im Stich gelassen gefühlt haben. Wenig Kampf, kaum Offensivaktionen und viele Abspielfehler sorgten in den zweiten 45 Minuten meist dafür, dass es Pfiffe für das eigene Team gab.

BVB-Show blieb aus

Es gab keinen Akteur im polnischen Dress, der eine gute Leistung zeigte und sich somit von den anderen Spielern absetzten konnte. Piszczek erzielte zwar den Anschlusstreffer, patzte aber genauso schnell wieder beim Gegentor zum 1:3. Kapitän Blaszczykowski wirkte sehr engagiert, versuchte sehr viel mit seinen Dribblings, aber in den entscheidenen Momenten fehlte es ihm an Durchsetzungsvermögen. Der dritte BVB-Legionär Lewandowski lenkte wieder einmal die Aufmerksamkeit von drei Verteidigern auf sich: Jedes andere Team würde dies ausnutzen können und andere Akteure in Szene setzen. Doch das polnische Team suchte um jeden Preis den Stürmer, der immer wieder schlecht bedient wurde. Bei seinen wenigen Torchancen konnte er das Spielgerät nicht gefährlich auf das Gehäuse von Pyatov befördern.

„Das war ein Spiel, das wir nicht verlieren dürfen. Wenn wir nicht gewinnen können, dann müssen wir wenigstens ein Unentschieden holen. Nach dem 0:2 haben wir eine halbe Stunde wirklich gut gespielt und Chancen kreiert. Ich kann es nicht verstehen, wie wir dann so einen Spielverlauf zulassen konnten“, äußerte sich Lewandowski gegenüber polnischen Medien.

Für Polen geht es am Dienstag in Warschau gegen San Marino weiter, während die Ukraine vor heimischer Kulisse gegen Moldawien spielt.


EURE MEINUNG: Wird sich Polen noch für die WM in Brasilien qualifizieren können?


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