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In der U-Bahn ließ sich Roy Hodgson im Gespräch mit Fans zu einem Statement über Rio Ferdinands Zukunft in der Nationalmannschaft hinreißen. Die Aussagen überraschen derweil nicht.

London. Englands Nationaltrainer war am Mittwochabend mit der Londoner „Underground“ zum Champions-League-Spiel des FC Arsenal unterwegs. Dabei plauderte er mit Passanten über die Chancen von Manchester United-Verteidiger Rio Ferdinand auf eine Rückkehr zu den „Three Lions“. Nach der Veröffentlichung der Daily Mirror will sich Hodgson nun bei Ferdinand entschuldigen.

Ferdinand kann Thema Nationalmannschaft wohl abhaken

Laut dem Bericht hakte der Nationaltrainer ein Comeback des 33-Jährigen faktisch ab. „Ich muss sagen, dass es für ihn und England vorbei ist. Es ist das Ende des Weges. Er geht auf die 34 zu und hat lange, lange Zeit nicht für England gespielt“, erklärte Hodgson den fragenden Passagieren. Dies kommt wenig überraschend, hatte Ferdinand bereits die EM in Polen und der Ukraine vornehmlich aus sportlichen Gründen verpasst, wie Hodgson damals versichert hatte. Auch nach dem Rücktritt von John Terry scheint für ihn kein Platz mehr bei den „Three Lions“.

Allerdings relativierte Hodgson seine Aussagen aus der Londoner U-Bahn auf einer heutigen Pressekonferenz wieder ein wenig. „Wir haben andere Spieler, aber ich sage sicherlich nicht, dass es das Ende ist“, gab der Trainer zu Protokoll. Eine kleine Hintertür ließ Hodgson derweil offen: „Wenn ich mit Rio spreche, werde ich ihm klar machen, dass ich ihn dieses Mal nicht nominiert habe, aber wer weiß, vielleicht wird er das nächste Mal nominiert.“

In Zukunft keine U-Bahn-Gespräche mehr

Auch wenn Roy Hodgson die korrekte Wiedergabe seiner Worte bestreitet, hat er seine Lektion gelernt. „Das ist wohl eine der Gefahren beim U-Bahn-Fahren, aber das ist die beste Möglichkeit für mich, nach London reinzufahren und dabei spreche ich lieber mit Leuten“, gab er zu. Für die Zukunft machte der 65-jährige zugleich eine Ankündigung: „Wenn Sie mich in Zukunft in der U-Bahn sehen, bitte nicht beleidigt sein, wenn ich keine Fragen beantworte.“

Bedauern über Terrys Rücktritt

Auf der Pressekonferenz am Donnerstag drückte Hodgson nochmals sein Bedauern über den Rücktritt von John Terry aus, welcher nach einer Verurteilung von Seiten der FA aufgrund angeblicher rassistischer Beleidigungen nie mehr das englische Trikot überstreifen wird. „Es ist eine Entscheidung, die ich sehr bedauere, weil ich in meiner kurzen Zeit als Nationaltrainer gut mit ihm arbeiten konnte. Er hatte eine lange Karriere in Englands Nationalmannschaft und es ist eine Entscheidung, die ich zu respektieren und akzeptieren habe", beließ es der Trainer bei den höflichen Phrasen.

Kommende Woche trifft England in der WM-Qualifikation zu Hause auf San Marino und fährt wenige Tage später zum Duell nach Polen.

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