WM-Qualifikation Afrika Analyse: So steht´s – so geht’s weiter
Afrika ist immer wieder für Überraschungen gut. Wer hätte vor der zweiten Qualifikationsrunde geglaubt, dass sich Teams wie Malawi, Mosambik, Ruanda und Sudan für die letzte Runde qualifizieren, aber Mannschaften wie der Senegal und Südafrika ausscheiden. Südafrika ist zwar als WM-Ausrichter für 2010 automatisch qualifiziert, hat aber die Qualifikation für den Afrika-Cup verpasst, da die WM-Qualifikation gleichzeitig der Qualifikation für den Afrika-Cup 2010 in Angola dient.
Insgesamt zogen nach dem letzten Spieltag der zweiten Runde am Wochenende 20 Mannschaften in die letzte Runde der afrikanischen Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010 ein.
Wie erwartet setztes sich die Favoriten Elfenbeinküsten, Kamerun, Nigeria, Ghana, Ägypten und Marokko in ihren Gruppen als Gruppensieger durch. Tunesien als Gruppenzweiter brauchte schon ein wenig Glück um sich für die dritte Runde zu qualifizieren.
Senegal, der große Verlierer
Das die Kräfteverhältnisse in Afrika stets in Bewegung sind, musste auf schmerzliche Weise der Senegal erfahren. Das Team schied völlig überraschend nach einem 1:1-Unentschieden im Heimspiel gegen Gambia am Samstag aus. Für die Spieler vom Senegal ist das Ausscheiden schlichtweg eine Katastrophe.
Diomansy Kamara, der in der englischen Premier League für Fulham spielt, fürchtet gar, dass dieser Misserfolg das Ende einer ganzen Spielergeneration beim Senegal bedeutet. „Jetzt kommen drei Jahre ohne Pflichtspiele auf uns zu, bis die nächste WM-Qualifikation beginnt. Für viele Spieler, die bereits über 28 Jahre alt sind, bedeutet das schlichtweg das Ende ihrer Karriere in der Nationalmannschaft“, so Kamara.
Mosambik als letztes zweitplatziertes Team qualifiziert
Auch die DR Kongo ist nach einer 1:2-Niederlage gegen die Überraschungsmannschaft von Malawi ausgeschieden. Bis heute blieb die Teilnahme an der WM-Endrunde 1974 in Deutschland (damals noch Zaire) der einzige Auftritt des Teams beim größten Fußballfest der Welt.
Mosambik wiederum hatte auch nach dem Auswärtssieg in Botsuana am Samstag kaum noch Hoffnung auf den Einzug in die letzte Runde. Trainer Mart Nooij sagte, seine Mannschaft habe erst nach der langen Rückreise nach Maputo erfahren, dass die Ergebnisse vom Sonntag sich zugunsten seines Teams auswirkten, das daher als letztes der acht besten Zweitplatzierten gerade noch in die nächste Runde rutschte.
Dritte Runde wird am 20. Oktober ausgelost
Die 20 Mannschaften werden am 20. Oktober in Zürich im Rahmen einer Auslosung auf fünf Gruppen mit je vier Teams verteilt. Die fünf Gruppensieger qualifizieren sich direkt für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™. Die drei besten Teams jeder Gruppe nehmen an der Endrunde des Afrikanischen Nationen-Pokals 2010 in Angola teil.
Die zwölf Gruppensieger:
Kamerun
Guinea
Benin
Nigeria
Ghana
Algerien
Elfenbeinküste
Marokko
Burkina Faso
Mali
Sambia
Ägypten
Die acht besten Gruppenzweiten:
Ruanda 9 Punkte (Gruppe 8)
Tunesien 7 Punkte (Gruppe 9)
Kenia 7 Punkte (Gruppe 2)
Togo 6 Punkte (Gruppe 11)
Gabun 6 Punkte (Gruppe 5)
Sudan 6 Punkte (Gruppe 10)
Malawi 6 Punkte (Gruppe 12)
Mosambik 5 Punkte (Gruppe 7) *
* Gambia und Mosambik haben in der Endabrechnung je fünf Punkte, doch Mosambik verfügt über das bessere Torverhältnis (+2)
Setzliste für die am 22. Oktober 2008 im Home of FIFA in Zürich stattfindende Auslosung der dritten Runde gemäß FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste Oktober 2008:
Topf 1
1. Kamerun
2. Ägypten
3. Ghana
4. Nigeria
5. Elfenbeinküste
Topf 2
6. Guinea
7. Marokko
8. Tunesien
9. Mali
10. Algerien
Topf 3
11. Burkina Faso
12. Gabun
13. Sambia
14. Kenia
15. Benin
Topf 4
16. Ruanda
17. Togo
18. Mosambik
19. Sudan
20. Malawi
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