FIFA ermittelt gegen Maradona

Das war abzusehen! Der Fußball-Weltverband FIFA ermittelt ab sofort gegen den argentinischen Nationaltrainer Diego Maradona, nachdem dieser auf einer Pressekonferenz doch sehr aus der Haut gefahren war. Ihm drohen harte Strafen, wie Experten vermuten. Unklar ist derzeit noch, ob auch der argentinische Verband reagieren wird.

Diego Maradona - Argentina-Peru
(dw) Buenos Aires. Nein, als Meister der Selbstbeherrschung verstand sich Diego Maradona wahrlich noch nie. Nun hat er es aber einmal mehr so richtig übertrieben. Auf einer Pressekonferenz flippte er richtig aus und das könnte für ihn doch schwere Konsequenzen nach sich ziehen. Auf einer Pressekonferenz in Kairo erklärte der FIFA-Präsident Sepp Blatter nun, dass sich der Kontrollausschuss des Weltverbandes mit dem Fall befasse. Gegen den argentinischen Nationaltrainer wird ermittelt: „Die Informationen, die wir derzeit haben, lassen uns keine andere Wahl. Das disziplinarische Komitee ermittelt gegen Diego Maradona.“

„Ihr könnt mir einen blasen“

Fraglich ist jedoch nach wie vor, ob auch der argentinische Fußballverband eine Strafe verhängen wird. Eine Geldstrafe scheint wahrscheinlich. Und damit dürfte der ehemalige Weltfußballer auch gut bedient sein. Denn nach dem Erreichen der Weltmeisterschaft 2010 ging er seine Kritiker, im Besonderen die Journalisten, hart an: „Denen die nicht an mich geglaubt haben, möchte ich sagen, dass Ihr mir einen blasen könnt. Ich danke den Fans und den Spielern, aber niemandem sonst. Die anderen sollen weiter Schwänze lutschen.“ Immer wieder kam er im Verlaufe der Pressekonferenz auf dieses ordinäre Bild zurück. Die FIFA befürchtet, dass der Argentinier seiner Vorbildfunktion nicht nachkommen kann. Zumindest diese These kann im Moment wohl kaum glaubwürdig widerlegt werden.

Eure Meinung: Wie sollte die FIFA gegen Maradona vorgehen? Und ist er in seinem wichtigen Amt überhaupt noch tragbar?

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