Brasilien und Argentinien enttäuschen, Chile jubelt
Das 0:0-Unentschieden von Brasilien gegen Schlusslicht Bolivien war eindeutig der große Paukenschlag dieses Spieltages in Südamerika. Aber auch Argentinien blieb erneut sieglos und erreichte in Peru nur ein enttäuschendes 1:1-Remis, so dass sich Tabellenführer Paraguay mit nun vier Punkten Vorsprung langsam von der Konkurrenz absetzt.
Brasilien - Bolivien 0:0
Das war eindeutig die Sensation am achten Spieltag. Tabellenschlusslicht Bolivien hatte in diesem Wettbewerb bisher alle Auswärtsspiele verloren und war noch nie ohne Gegentreffer aus Brasilien abgereist. Dieses Mal fand die Mannschaft vom Zuckerhut allerdings ihren Meister im Torwart von Bolivien, Carlos Arias. Arias hielt sensationell und brachte die brasilianischen Angreifer zur Verzweiflung.
Auch eine 37-minütige numerische Überlegenheit, Boliviens Ignacia Garcio erhielt in der 53. Minute die Rote Karte, brachte Brasilien nicht auf die Siegerstrasse. Am Ende der Begegnung brachten die erfolgsverwöhnten brasilianischen Fans einmal mehr ihre Unzufriedenheit mit Spielern und Trainer Dunga zum Ausdruck, obwohl die Brasilianer in der Tabelle nun auf Platz zwei stehen.
Peru - Argentinien 1:1
In Lima tat sich Argentinien lange Zeit gegen das sehr defensiv spielende Peru schwer, ehe Esteban Cambiasso (Foto) in der 83. Minute der erlösende Führungstreffer gelang. Doch Peru war noch einmal alles nach vorne, und glich durch Johan Fano in der Nachspielzeit aus. Bei Peru gehörte der Schalker Carlos Zambrano im Abwehrzentrum zu den herausragenden Akteuren. Die Argentinier haben nun schon seit fünf Spielen nicht mehr gewonnen und sind durch das 1:1-Unentschieden in der Tabelle auf den dritten Platz zurückgefallen. Peru, dass das Unentschieden euphorisch feierte, bleibt trotz dieses Erfolges auch weiterhin auf dem vorletzten Tabellenplatz.
Chile - Kolumbien 4:0
Chile und Kolumbien, die seit Frankreich 1998 bei keiner Weltmeisterschaft mehr vertreten waren, mussten beide am vergangenen Wochenende Niederlagen einstecken. Nachdem Kolumbien bisher im gesamten Wettbewerb nur drei Gegentore eingefangen hatten, fingen sie sich von den Chilenen innerhalb von 70 Minuten vier Tore ein. Alexis Sanchez war an allen gefährlichen Angriffsaktionen beteiligt und erwies sich beim Triumpf der Schützlinge von Coach Marcelo Bielsa als Matchwinner. Die Chilenen kletterten nach dem Sieg wieder auf einen Qualifikationsplatz. Kolumbien, das bis vor einer Woche noch ungeschlagen war, fällt nach der zweiten Niederlage innerhalb von fünf Tage auf den sechsten Platz zurück.
Die Ergebnisse im Überblick:
Paraguay - Venezuela 2:0
Uruguay - Ecuador 0:0
Chile - Kolumbien 4:0
Brasilien - Bolivien 0:0
Peru - Argentinien 1:1
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