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Der 31-Jährige bricht eine Lanze für seinen Bayer-Mannschaftskollegen. Der Torjäger gehöre in die Nationalelf. Die Nichtbeachtung durch Löw kann er nicht verstehen.

Leverkusen. Bei der deutschen Nationalmannschaft besteht vor den abschließenden WM-Qualifikationsspielen Notstand im Sturm. Miroslav Klose und Mario Gomez fallen verletzt aus - trotzdem windet sich Joachim Löw bislang um eine Nominierung von Bayer Leverkusens Stefan Kießling für das DFB-Team. Dessen Mannschaftskamerad Simon Rolfes geht deshalb hart mit dem Bundestrainer ins Gericht.

"Das kann ich nicht verstehen. Ich konnte es auch nicht verstehen, als Gomez und Klose noch nicht verletzt waren", zeigte sich Rolfes im Interview mit dem Pay-TV-Sender Sky ratlos. Kießlings letztes Länderspiel datiert vom 10. Juli 2010. Im Spiel um Platz drei der Weltmeisterschaft gegen Uruguay (3:2) durfte der Bayer-Angreifer für die letzten 20 Minuten mitwirken.

Von da an verzichtete Löw auf die Dienste des 29-Jährigen - trotz dessen überragender Torquote in der Bundesliga. In der Saison 2012/13 wurde Kießling mit 25 Treffern Torschützenkönig, nach sieben Spielen in dieser Saison steht er bei fünf Toren. "Wenn er ihn nominiert, wäre das auch ein Zeichen, dass Leistung, beziehungsweise herausragende Leistung vom Bundestrainer immer belohnt wird", findet sein Teamkollege Rolfes.

"Die besten Spieler Deutschlands gehören in den Kader"

Dabei lässt der 31-Jährige den Verweis auf eine unterschiedliche Spielweise des DFB-Teams nicht gelten. "Die Spielphilosophie, die der Bundestrainer mit Sicherheit hat und die vielleicht ein bisschen anders aussieht, ist ein Punkt. Es ist aber immer noch so, dass die besten Spieler Deutschlands in die Nationalmannschaft gehören, zumindest in den Kader", stellte Rolfes klar: "Da gehört 'Kies' ohne Frage dazu."

Ohne die verletzten Italien-Legionäre Gomez und Klose steht Löw kein gelernter Stürmer mehr zur Verfügung. Bereits im Qualifikationsspiel gegen Kasachstan im März (4:1) verzichtete der Bundestrainer auf eine Nachnominierung Kießlings. "Das kann ich nicht nachvollziehen. Das ist eine generelle Sache, unabhängig davon, ob Mario oder Miro verletzt sind", so Rolfes.

Joachim Löw gibt das Aufgebot für die abschließenden Qualifikationsspiele gegen Irland (11.10.) und Schweden (15.10.) am Freitag bekannt. Erst am vergangenen Sonntag hatte er Kießling Hoffnung gemacht. "Ich werde mit ihm in den kommenden Tagen ein Gespräch führen und mich mit ihm austauschen. Ich habe ihn nie abgeschrieben, er hat sehr gute Qualitäten", sagte der Nationaltrainer in der ARD Sportschau.

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