Europa: Das sind die WM-Teilnehmer
Europas WM-Qualifikation ist beendet und alle 13 Teams wurden gefunden, die im Sommer nächsten Jahres in Südafrika um den Pokal kämpfen dürfen.
(cv) Paris. Nun stehen sie fest, die 13 Teilnehmer, die für Europa bei der WM 2010 in Südafrika gegen den Ball treten werden. Darunter befinden sich zahlreiche Favoriten, darunter der amtierende Weltmeister Italien. Wie vor jedem großen Turnier werden auch die Deutschen als Geheimfavorit gehandelt, aber momentan den stärksten Eindruck macht Spanien. Alle Teams im Kurzüberblick:
Niederlande
Das Team vom Bondcoach Bert Van Marwijk hatte in seiner Gruppe überhaupt keine Probleme. Norwegen und Schottland kamen nicht ansatzweise an die „Oranje“ heran und mussten sich in allen Partien geschlagen geben. Überhaupt: Bei einem Torverhältnis von plus 15 gaben die Niederlande keinen einzigen (!) Punkt ab und holten aus acht Spielen acht Siege. Ein Top-Favorit auf den WM-Titel.
England
Neun Siege aus zehn Spielen, darunter ein 4:1-Heimsieg gegen den Angstgegner Kroaten – das kann sich mehr als sehen lassen. Erst als die Qualifikation beschlossene Sache war, leisteten sich die „Three Lions“ eine 0:1-Pleite gegen die Ukraine. Überragend war vor allem Wayne Rooney: Der Red Devil erzielte neun Treffer und war Toptorschütze. Einzig das schon traditionelle Torwartproblem konnte der italienische Trainer Fabio Capello noch nicht lösen.
Spanien
DAS Top-Team momentan in Europa. Der amtierende Europameister meisterte auch die WM-Quali wie aus dem Stehgreif und begeisterte wie schon bei der EM mit tollem Offensivfußball und einer gefestigten Defensive. Zu 30 Punkten aus zehn Spielen muss man nichts mehr sagen, Bosnien und die Türkei wurden auf die weiteren Plätze verwiesen. Das Mittelfeld-Trio Xavi, Iniesta und Fabregas ist in Topform das Beste seiner Art in Europa, womöglich auf der ganzen Welt.
Deutschland
Das Unentschieden im letzten Quali-Spiel gegen Finnland machte nichts mehr, denn zwei Siege gegen Russland reichten aus, um recht unspektakulär die Fahrkarte nach Südafrika zu lösen. Erst gegen die Elfenbeinküste berief Joachim Löw mit Stefan Kießling den treffsichersten Stürmer aus der Bundesliga in die Nationalelf und sorgte auch sonst mit den Personalentscheidungen für viel Wind. Aber Deutschland ist eine Turniermannschaft und man muss sie immer auf dem Zettel haben.
Dänemark
In einer keineswegs einfachen Gruppe setzte sich Dänemark überraschend souverän gegen Portugal und Schweden durch. Grundstein des Erfolgs war der 2:3-Auswärtssieg am zweiten Spieltag gegen die Portugiesen. Erst im letzten Spiel gab es mit dem 0:1 zu Hause gegen Ungarn die erste Niederlage.
Serbien
Für die Serben war es am Ende eine ganz knappe Sache, doch ein Punkt Vorsprung vor Frankreich genügte. Die Ost-Europäer spielten eine starke WM-Quali und standen am Ende verdient auf dem ersten Rang, während Frankreich in die Playoffs musste. Milan Jovanovic holte sich mit fünf Toren ein Extralob ab, während Nemanja Vidic die gewohnte Größe in der Verteidigung bildete.
Italien
Italien bescheinigte man oft eine unattraktive Spielweise, aber die Punkte wurden trotzdem eingeholt. Sechs Punkte vor den starken Iren sorgten für ein sicheres Polster. Trainer Marcello Lippi versuchte sich beim Weltmeister an einer Verjüngungskur, die bislang jedoch noch nicht den gewünschten Erfolg nach sich gezogen hat.
Schweiz
Ottmar Hitzfeld formte aus den Eidgenossen eine schlagkräftige Truppe, die aber nicht immer sattelfest wirkte. Der ehemalige Bayern-Trainer setzte sich um einen einzigen Punkt vor seinem Kollegen Otto Rehagel und Griechenland durch. Mit Blaise N'Kufo erzielte eni 34-jähriger fünf Tore, der einst mit dem FSV Mainz noch in der zweiten Liga spielte.
Slowakei
Nicht Polen, nicht Tschechien, sondern die Slowakei sicherte sich den Sieg in der Gruppe C. Neben dem Unentschieden gegen Tschechien musste die Slowakei nur in zwei Partien die Punkte abgegeben – doch das waren zwei Niederlagen gegen Slowenien. Trotzdem reichte es für Platz 1, auch dank der sechs Tore des Bochumers Stanislav Sestak.
Griechenland
„König Otto“ stand nach dem ersten Playoff-Spiel auf der Kippe, denn zu Hause hatte es nur zu einem torlosen Unentschieden gegen die Ukraine gereicht, doch dank des 0:1-Auswärtssiegs durfte die Mannschaft von Rehagel das WM-Ticket lösen. In der Gruppenphase rangierten die Griechen zwar hinter der Schweiz, aber immerhin noch vor Israel, das erneut an einer WM-Qualifikation scheiterte.
Portugal
Erst zwei Siege gegen Ungarn lenkten Portugal gerade noch so in Richtung Playoff, in dem es gegen die ganz starken Bosnier ging. In zwei hitzigen und umkämpften Partien setzten sich die Süd-Europäer zweimal mit 1:0 durch, doch die Erinnerungen an das „haarscharf-Weiterkommen“ bleiben noch lange bestehen.
Frankreich
Die Franzosen setzten sich in einem dramatischen Playoff gegen Irland durch. „Les Bleus“ verspielten viele Sympathien durch ihre unattraktive Spielweise und als i-Tüpfelchen ging dem entscheidenden Tor gegen Irland ein Handspiel von Henry voraus. Irland legte Einspruch ein, der jedoch nur wenig Chancen auf Erfolg hat. Die Niederlage zu Beginn gegen Österreich sorgte für viel Spott in der Fußballwelt und ließ den zweifachen Europameister erschüttern. Trainer Domenech steht heftig in der Kritik und wird kaum nach der WM noch an der Seitenlinie stehen.
Slowenien
Der Bochumer Zlatko Dedic sorgte mit seinem Tor im Rückspiel gegen Russland für den viel umjubelten WM-Einzug Sloweniens. Gegen die Slowakei, die direkt weiterkam, verlor Slowenien keins der beiden Spiele und musste sich nur Nordirland und Tschechien geschlagen geben.
Eure Meinung: Wer hat von den europäischen Teams für euch die größten Chancen auf den WM-Titel?
-
Werdet OnlineFussballManager und führt Euer eigenes Team zum Titel!
Der erfolgreichste Fußballmanager Deutschlands und die weltweit größte Fußball-Community – sie machen jetzt gemeinsame Sache und spielen künftig den virtuellen Doppelpass.
-
Thorsten Fink vor dem Duell mit Werder: „Wir wollen die Nummer eins im Norden sein“
An Werder Bremen hat man in Hamburg nur schlechte Erinnerungen. Nicht so Thorsten Fink, der voller Selbstvertrauen in sein erstes Nordderby schreitet.
-
Gestatten, Lasse Schöne: Das ist Schalkes Wunschspieler für das offensive Mittelfeld
Lasse Schöne ist einer der herausragenden Spieler in der Eredivisie, nun will der Däne den nächsten Schritt machen - bei Schalke 04? Huub Stevens jedenfalls wünscht sich Schöne.
-
Milan besiegt Arsenal - Ibra, Boateng und Robinho wirbeln, Arsenal bricht kollektiv zusammen
Es war ein Spiel, dass alle Milan-Fans noch lange im Herzen tragen werden, die Gunners-Fans jedoch den Blick mit Grausen abwenden ließ. Hier die Noten aller Akteure.
-
Spraylinien nutzen, um den Abstand der Freistoßmauer festzulegen - Seid Ihr dafür oder dagegen?
Innovationen haben es im Fußball schwer. Im kommenden Monat wird darüber entschieden, ob die sogenannten „Spraylinien“ dauerhaft zum Einsatz kommen sollen. Ihr seid gefragt!