Einzelkritik: DEUTSCHLAND in Noten

Gut war das Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Finnland wahrlich nicht. Umso schlechter sind auch die Noten in der Einzelkritik ausgefallen, was aber die Kicker nicht sonderlich mitnehmen dürfte. Denn so richtig war nach dem Spiel niemand unzufrieden mit dem Remis. Schließlich ging es um nicht mehr allzu viel.

Da war die Welt noch in Ordnung - Michael Ballack jubelt über sein Traumtor, Poldi kommt freudestrahlend dazu gelaufen (firo)
(dw) Hamburg. Goal.com hat die Spieler der deutschen Nationalmannschaft nach dem Unentschieden gegen Finnland nochmals unter die Lupe genommen. Dabei konnte jeder Akteur zwischen einem Punkt (grottenschlecht) und zehn Punkten (weltklasse) erreichen.

René ADLER – Note: 5.5

Er war nicht oft gefordert zeichnete sich deshalb nicht weiter aus. Beim Gegentor wirkte er doch sehr zögerlich, aber einen Vorwurf kann man ihm dennoch nicht machen. Für ihn war es ein wenig spektakulärer Abend.

Philipp LAHM – Note: 4

Er belebte den Flügel nicht so, wie man das normalerweise von ihm kennt. Defensiv stand er sehr ordentlich und ließ nicht allzu viel zu. Im zweiten Durchgang agierte er etwas aktiver, aber oft war er nicht vom Glück gezeichnet.

Heiko WESTERMANN – Note: 4

Er stand ebenfalls recht ordentlich in der Abwehr, offenbarte aber erschreckende Schwächen im Spiel nach vorne. Einige Leichtsinnsfehler und grobe Patzer im Abspiel prägten seinen Abend. Das muss besser werden.

Arne FRIEDRICH – Note: 3

Ganz schwach, was er in der Abwehr zeigte. Unglaublich zögerlich ging er besonders vor dem Gegentor zu Werke. Ansonsten wieder einmal ein Festival an langweiligen Quer- und Rückpässen. Das war wieder einmal nicht tauglich für die Nationalmannschaft.

Andreas BECK – Note: 5

Vor dem Gegentor war er nicht entschlossen genug. Ansonsten war er aber der beste Spieler in der Viererkette, weil er insbesondere in den zweiten 45 Minuten stark nach vorne spielte und das Offensivspiel der Deutschen belebte. Zumeist war er aber zu uneffektiv.

Michael BALLACK (bis zur 46. Minute) – Note: 4.5

Auch er war nur ein Schatten seiner selbst. Vermutlich nicht absolut frisch und auch noch etwas angeschlagen vermied er offensichtlich hart geführte Zweikämpfe. Er war ein Meister der Zuückhaltung.

Thomas HITZLSPERGER (bis zur 46. Minute) – Note: 2.5

Er musste schon zur Halbzeit den Platz verlassen, weil er einfach nur völlig konsterniert auftrat. Seine Pässe waren katastrophal und unglaublich ungenau und in den Zweikämpfen war er zu passiv. Kein Empfehlungsschreiben an den Bundestrainer, das er da absendete.

Piotr TROCHOWSKI – Note: 4

In seinem ihm bekannten Stadion überzeugte er höchstens in Sachen Einsatz. Spielerisch blieb er blasse, weil ihn das Mittelfeld der Finnen oft schon sehr früh und mit zwei Spielern attackierte. Er kann auch bedeutend mehr.

Lukas PODOLSKI – Note: 5.5

Er war der bemühteste Angreifer im Dress der DFB-Auswahl. Aber auch ihm fehlte im Abschluss das Glück. Weite Strecken war er bereit zu gehen. Am Schluss stand immerhin noch der späte Ausgleichstreffer auf seiner Haben-Seite.

Mario GOMEZ (bis zur 77. Minute) – Note: 4

Wieder einmal sehr bemüht, wieder einmal aber auch spielerisch eine schwache Darbietung. Wenn er am Ball war, hatte der Schiedsrichter immer was zu Pfeifen. Meist eine Abseitsstellung. Er sucht nach wie vor seine Form.

Jeronimo CACAU – Note: 3

War er noch in den ersten Minuten viel unterwegs, wirkte er mit zunehmender Spieldauer resigniert. Er hatte kaum Ballberührungen und war in das System der Nationalmannschaft nicht eingebunden. Er lief neben dem Spiel her.

Mesut ÖZIL (ab der 46. Minute) – Note: 6

Er kam im zweiten Durchgang und belebte wieder einmal das Spiel der Deutschen. Am Treffer zum Ausgleich war er beteiligt. Ansonsten bot er eine ordentliche Leistung und so bleibt er der große Gewinner dieser Qualifikation.

Christian GENTNER (ab der 46. Minute) – Note: 5

Er war zumindest in den Zweikämpfen besser als sein Vorgänger Thomas Hitzlsperger und auch seine Abspiele waren bescheidener, kamen aber wenigstens bei den Mitspielern an. Interessant wäre es, ihn über 90 Minuten spielen zu sehen.

Miroslav Klose (ab der 77. Minute) – Note: nicht zu bewerten

Er kam zu spät, um eine genaue Bewertung möglich zu machen. Aber er zeigte in den wenigen Minuten seines Einsatzes tolle Ansätze und auch beim Ausgleich war er beteiligt. Derzeit ist er Deutschlands Angreifer Nummer eins!

Eure Meinung: Wen haben wir zu gut oder zu schlecht bewertet?

Vielen Dank für Deine Meinung!
Bitte nenne uns Deinen Namen!
Bitte nenne uns Deinen Wohnort!
Bitte vergiss nicht Deinen Kommentar!
Deine Meinung
7 Deine Meinung
 
Anzeige
Goal.com-Flutlicht
  1. Werdet OnlineFussballManager und führt Euer eigenes Team zum Titel! Werdet OnlineFussballManager und führt Euer eigenes Team zum Titel!

    Der erfolgreichste Fußballmanager Deutschlands und die weltweit größte Fußball-Community – sie machen jetzt gemeinsame Sache und spielen künftig den virtuellen Doppelpass.

  2. Thorsten Fink vor dem Duell mit Werder: „Wir wollen die Nummer eins im Norden sein“ Thorsten Fink vor dem Duell mit Werder: „Wir wollen die Nummer eins im Norden sein“

    An Werder Bremen hat man in Hamburg nur schlechte Erinnerungen. Nicht so Thorsten Fink, der voller Selbstvertrauen in sein erstes Nordderby schreitet.

  3. Gestatten, Lasse Schöne: Das ist Schalkes Wunschspieler für das offensive Mittelfeld Gestatten, Lasse Schöne: Das ist Schalkes Wunschspieler für das offensive Mittelfeld

    Lasse Schöne ist einer der herausragenden Spieler in der Eredivisie, nun will der Däne den nächsten Schritt machen - bei Schalke 04? Huub Stevens jedenfalls wünscht sich Schöne.

  4. Leverkusen chancenlos gegen Barcelona - „Wir hatten zu viel Respekt“ Leverkusen chancenlos gegen Barcelona - „Wir hatten zu viel Respekt“

    Robin Dutt nach der Niederlage gegen Barcelona: „Zu viel Respekt!“

  5. Spraylinien nutzen, um den Abstand der Freistoßmauer festzulegen - Seid Ihr dafür oder dagegen? Spraylinien nutzen, um den Abstand der Freistoßmauer festzulegen - Seid Ihr dafür oder dagegen?

    Innovationen haben es im Fußball schwer. Im kommenden Monat wird darüber entschieden, ob die sogenannten „Spraylinien“ dauerhaft zum Einsatz kommen sollen. Ihr seid gefragt!

 
Anzeige
Anzeige