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Spielbericht WM-Qualifikation Europa (Gruppe 4): Russland - Deutschland
Die deutsche Nationalmannschaft ist bei der WM in Südafrika mit dabei. Bevor das allerdings nach den 90 Minuten in Moskau klar war, musste die DFB-Elf beim knappen Sieg mit viel Glück die zahlreichen Chancen der Russen ohne Gegentor überstehen.
Von Daniel BUSE
Moskau. Deutschland fährt zur Weltmeisterschaft nach Südafrika. Durch das glückliche 1:0 (1:0) in Moskau gegen Russland kann die Mannschaft von Jogi Löw nicht mehr vom ersten Gruppenplatz verdrängt werden. Das Tor des Tages machte Miroslav Klose nach einer tollen Kombination in der 35. Minute.
PERSONAL & TAKTIK
Bei den Russen setzte Trainer Guus Hiddink auf ein 4-4-2, in dem Aleksandr Kershakov die Position der zweiten Spitze neben Andrey Arshavin einnahm. Roman Pavlyuchenko und Pavel Pogrebnyak blieben zunächst auf der Bank. Im Mittelfeld gab es ebenfalls eine Überraschung, denn Hiddink ließ Igor Denisov spielen.
Deutschlands Trainer Jogi Löw setzte auf der rechten Außenverteidiger-Position auf den Hamburger Jerome Boateng. Ansonsten lief die erwartete Aufstellung auf: Es wurde ein 4-2-3-1 mit Miroslav Klose als einziger echter Spitze und einem Lukas Podolski, der offensiv auf der linken Seite spielte.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
Beiden Mannschaften merkte man von Beginn an an, das viel auf dem Spiel stand. Ganz vorsichtig belauerten sich die beiden Kontrahenten in der Anfangsphase. Die Russen hatten zwei Schusschancen durch Aleksandr Kerzhakov, der einmal an Rene Adler scheiterte (6.) und einmal verzog (8.).
Die deutsche Mannschaft kam auf dem Moskauer Kunstrasen gut zurecht und kombinierte mit Bastian Schweinsteiger und Mesut Özil ordentlich. Die Russen bekamen den Ball aus der Abwehrreihe gegen die sich weit zurückziehenden Deutschen nicht ins Mittelfeld und vernünftig in den Angriff.
Mitte der ersten Halbzeit hatten die Gäste ihre beste Phase: Einen Schuss von Lukas Podolski wehrte Sergey Ignashevich gerade noch ab (23.). Dann beendeten die Russen diese Drangphase allerdings mit einer Doppelchance. Erst setzte Yuri Zhirkov einen Freistoß aus 20 Metern knapp über den Kasten (28.) und dann scheiterte Vladimir Bystrov nach einem Traumpass von Andrey Arshavin freistehend am herauslaufenden Rene Adler (29.).
Die letzte gefährliche Szene des Durchgangs hatte die deutsche Mannschaft – und sie brachte das erste Tor: Eine tolle Kombination über die linke Seite brachte das 1:0. Lukas Podolski schickte Mesut Özil steilt. Der Bremer täuschte frei vor Igor Akinfeev einen Schuss an – und spielte dann quer zu Miro Klose, der den Ball im Fallen über die Linie tickte (35.).
SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
Die Russen erhöhten in der zweiten Halbzeit den Druck und hatten nach einer knappen Stunde ihre beste Phase: Angriff auf Angriff rollte auf das Tor der Deutschen, die sich oft nicht zu helfen wussten. Alle Versuche Russlands blieben jedoch bei Torwart Rene Adler hängen, der sich bei den Schüssen von Kerzhakov (53.) und Arshavin (55.) auszeichnete. Beim Seitfallzieher von Bystrov konnte er dem Ball nur hinterher schauen, aber das Spielgerät landete auf dem Tor (56.).
Das einzige, was die Deutschen nach dem Seitenwechsel anzubieten hatten, war ein Distanzschuss aus 30 Metern, der auf die Latte tropfte (58.) und eine Kopfballchance für Michael Ballack (75.). Es wurde ganz eng für die DFB-Auswahl, als Jerome Boateng nach seinem zweiten schlimmeren Foul in der 69. Minute mit der gelb-roten Karte vom Platz musste.
Die Russen waren mit einem Mann mehr konstant in der Offensive. Adler musste noch ein Mal glänzend gegen Semshov retten (73.). Mit viel Dusel überstand Deutschland die Schlussoffensive der Russen – und hatte kurz vor Schluss auch noch Glück, dass Schiedsrichter Massimo Busacca nach einem klaren Foul von Arne Friedrich an Bystrov nicht auf Elfmeter entschied (88.). Es blieb am Ende beim schmeichelhaften 1:0 für Deutschland.
SCHLÜSSELSPIELER & -SZENEN
Das 1:0 von Miroslav Klose (38.) entschied das Spiel: Lukas Podolski spielte perfekt für Mesut Özil in die Gasse und der Bremer blieb allein vor Akinfeev cool und spielte noch einmal zu Miroslav Klose ab, der den Ball einschoss. Das war die einzige wichtige Aktion in der Offensive – ansonsten kam es auf die Defensive und Torwart Rene Adler an, der alle russischen Versuche parierte. In der 88. Minute hätte es für Russland einen Elfmeter geben müssen, als Friedrich Bystrov foulte. Der Pfiff von Schiri Busacca blieb aber aus.
SPIELER DES SPIELS: Rene ADLER
Der deutsche Torwart war in glänzender Form – und das war auch bitter nötig. Er rettete gegen Vladimir Bystrov (29.), Aleksandr Kerzhakov (53.), Andrey Arshavin (55.) und Igor Semshov (73.) und zeigte ein hervorragendes Spiel. Es kam in Moskau für die Deutschen drauf an – und Rene Adler war eine echte Nummer Eins.
SCHIEDSRICHTER – Note: 5
Massimo Busacca aus der Schweiz war in den letzten Wochen viel in den Schlagzeilen. Die russische Presse wird wahrscheinlich auch nicht besonders lobend über den Schiedsrichter schreiben, denn in der 88. Minute übersah er ein Foul von Arne Friedrich an Vladimir Bystrov im Strafraum und gab nur Eckstoß. Sonst ohne große Fehler.
Anmerkung: Die Notenskala reicht wie bei der Spielnote von 1 (Arbeitsverweigerung) bis 10 (Weltklasse).
SPIELNOTE: 7
In der ersten Halbzeit tasteten sich beide Mannschaften lange Zeit vorsichtig ab. Erst in der zweiten Halbzeit ging es richtig rund und die Russen zeigten ihr gefürchtetes Passspiel, das den Deutschen große Probleme machte. Es war erst in der zweiten Hälfte ein spannendes Spiel, das die hohen Erwartungen erfüllte.
Das Spiel in der Goal.com-Statistik
FAZIT
Deutschland ist bei der WM in Südafrika mit dabei! Dieser Satz reicht aus deutscher Sicht als Fazit. Aber bei genauer Betrachtung ist der 1:0-Sieg in Moskau äußerst glücklich. Russland hätte aufgrund der starken zweiten Halbzeit und der vielen Chancen mindestens ein Unentschieden verdient gehabt.
Eure Meinung: Wie habt Ihr das Spiel zwischen Russland und Deutschland gesehen?
Moskau. Deutschland fährt zur Weltmeisterschaft nach Südafrika. Durch das glückliche 1:0 (1:0) in Moskau gegen Russland kann die Mannschaft von Jogi Löw nicht mehr vom ersten Gruppenplatz verdrängt werden. Das Tor des Tages machte Miroslav Klose nach einer tollen Kombination in der 35. Minute.
PERSONAL & TAKTIK
Bei den Russen setzte Trainer Guus Hiddink auf ein 4-4-2, in dem Aleksandr Kershakov die Position der zweiten Spitze neben Andrey Arshavin einnahm. Roman Pavlyuchenko und Pavel Pogrebnyak blieben zunächst auf der Bank. Im Mittelfeld gab es ebenfalls eine Überraschung, denn Hiddink ließ Igor Denisov spielen.
Deutschlands Trainer Jogi Löw setzte auf der rechten Außenverteidiger-Position auf den Hamburger Jerome Boateng. Ansonsten lief die erwartete Aufstellung auf: Es wurde ein 4-2-3-1 mit Miroslav Klose als einziger echter Spitze und einem Lukas Podolski, der offensiv auf der linken Seite spielte.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
Beiden Mannschaften merkte man von Beginn an an, das viel auf dem Spiel stand. Ganz vorsichtig belauerten sich die beiden Kontrahenten in der Anfangsphase. Die Russen hatten zwei Schusschancen durch Aleksandr Kerzhakov, der einmal an Rene Adler scheiterte (6.) und einmal verzog (8.).
Die deutsche Mannschaft kam auf dem Moskauer Kunstrasen gut zurecht und kombinierte mit Bastian Schweinsteiger und Mesut Özil ordentlich. Die Russen bekamen den Ball aus der Abwehrreihe gegen die sich weit zurückziehenden Deutschen nicht ins Mittelfeld und vernünftig in den Angriff.
Mitte der ersten Halbzeit hatten die Gäste ihre beste Phase: Einen Schuss von Lukas Podolski wehrte Sergey Ignashevich gerade noch ab (23.). Dann beendeten die Russen diese Drangphase allerdings mit einer Doppelchance. Erst setzte Yuri Zhirkov einen Freistoß aus 20 Metern knapp über den Kasten (28.) und dann scheiterte Vladimir Bystrov nach einem Traumpass von Andrey Arshavin freistehend am herauslaufenden Rene Adler (29.).
Die letzte gefährliche Szene des Durchgangs hatte die deutsche Mannschaft – und sie brachte das erste Tor: Eine tolle Kombination über die linke Seite brachte das 1:0. Lukas Podolski schickte Mesut Özil steilt. Der Bremer täuschte frei vor Igor Akinfeev einen Schuss an – und spielte dann quer zu Miro Klose, der den Ball im Fallen über die Linie tickte (35.).
SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
Die Russen erhöhten in der zweiten Halbzeit den Druck und hatten nach einer knappen Stunde ihre beste Phase: Angriff auf Angriff rollte auf das Tor der Deutschen, die sich oft nicht zu helfen wussten. Alle Versuche Russlands blieben jedoch bei Torwart Rene Adler hängen, der sich bei den Schüssen von Kerzhakov (53.) und Arshavin (55.) auszeichnete. Beim Seitfallzieher von Bystrov konnte er dem Ball nur hinterher schauen, aber das Spielgerät landete auf dem Tor (56.).
Das einzige, was die Deutschen nach dem Seitenwechsel anzubieten hatten, war ein Distanzschuss aus 30 Metern, der auf die Latte tropfte (58.) und eine Kopfballchance für Michael Ballack (75.). Es wurde ganz eng für die DFB-Auswahl, als Jerome Boateng nach seinem zweiten schlimmeren Foul in der 69. Minute mit der gelb-roten Karte vom Platz musste.
Die Russen waren mit einem Mann mehr konstant in der Offensive. Adler musste noch ein Mal glänzend gegen Semshov retten (73.). Mit viel Dusel überstand Deutschland die Schlussoffensive der Russen – und hatte kurz vor Schluss auch noch Glück, dass Schiedsrichter Massimo Busacca nach einem klaren Foul von Arne Friedrich an Bystrov nicht auf Elfmeter entschied (88.). Es blieb am Ende beim schmeichelhaften 1:0 für Deutschland.
SCHLÜSSELSPIELER & -SZENEN
Das 1:0 von Miroslav Klose (38.) entschied das Spiel: Lukas Podolski spielte perfekt für Mesut Özil in die Gasse und der Bremer blieb allein vor Akinfeev cool und spielte noch einmal zu Miroslav Klose ab, der den Ball einschoss. Das war die einzige wichtige Aktion in der Offensive – ansonsten kam es auf die Defensive und Torwart Rene Adler an, der alle russischen Versuche parierte. In der 88. Minute hätte es für Russland einen Elfmeter geben müssen, als Friedrich Bystrov foulte. Der Pfiff von Schiri Busacca blieb aber aus.
SPIELER DES SPIELS: Rene ADLER
Der deutsche Torwart war in glänzender Form – und das war auch bitter nötig. Er rettete gegen Vladimir Bystrov (29.), Aleksandr Kerzhakov (53.), Andrey Arshavin (55.) und Igor Semshov (73.) und zeigte ein hervorragendes Spiel. Es kam in Moskau für die Deutschen drauf an – und Rene Adler war eine echte Nummer Eins.
SCHIEDSRICHTER – Note: 5
Massimo Busacca aus der Schweiz war in den letzten Wochen viel in den Schlagzeilen. Die russische Presse wird wahrscheinlich auch nicht besonders lobend über den Schiedsrichter schreiben, denn in der 88. Minute übersah er ein Foul von Arne Friedrich an Vladimir Bystrov im Strafraum und gab nur Eckstoß. Sonst ohne große Fehler.
Anmerkung: Die Notenskala reicht wie bei der Spielnote von 1 (Arbeitsverweigerung) bis 10 (Weltklasse).
SPIELNOTE: 7
In der ersten Halbzeit tasteten sich beide Mannschaften lange Zeit vorsichtig ab. Erst in der zweiten Halbzeit ging es richtig rund und die Russen zeigten ihr gefürchtetes Passspiel, das den Deutschen große Probleme machte. Es war erst in der zweiten Hälfte ein spannendes Spiel, das die hohen Erwartungen erfüllte.
Das Spiel in der Goal.com-Statistik
FAZIT
Deutschland ist bei der WM in Südafrika mit dabei! Dieser Satz reicht aus deutscher Sicht als Fazit. Aber bei genauer Betrachtung ist der 1:0-Sieg in Moskau äußerst glücklich. Russland hätte aufgrund der starken zweiten Halbzeit und der vielen Chancen mindestens ein Unentschieden verdient gehabt.
Eure Meinung: Wie habt Ihr das Spiel zwischen Russland und Deutschland gesehen?
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Italien - Russland
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