Man of the Match: Philipp Lahm

Am Ende mussten es die Spieler des FC Bayern München fast alleine regeln: Miroslav Klose, Mario Gomez und Bastian Schweinsteiger gehörten zu den besten Spielern beim Länderspiel in Baku gegen den Aserbaidschan. Und eben Philipp Lahm. Er agierte in nach wie vor ungewohnter Rolle, fühlte sich dort aber sehr wohl und zeigte das auch in seinen Aktionen oftmals eindrucksvoll. Er war deshalb der Goal.com-„Man of the Match“.

Philipp Lahm (AFP)

(dw) Baku. „Er hat jahrelang auf der linken Seite agiert und hat es gelernt, von dort aus ins Zentrum auszuweichen und abzuschließen. Nun ist er auf der anderen Seite aktiv und muss sich dort erst beweisen“, erklärte der ARD-Experte Günther Netzer nach dem Länderspiel Aserbaidschan gegen Deutschland über den DFB-Verteidiger Philipp Lahm. Dieser wollte in Zukunft auf der rechten Seite agieren und hat dies auch erreicht. So erklärte Bundestrainer Joachim Löw nach dem Sieg: „Philipp wird auf rechts spielen. Das haben wir für die Zukunft so entschieden.“ In Baku zeigt der Bayern-Verteidiger, dass er in diese Rolle hineinwachsen kann.

Säule hinten, spielstark vorne

So war er der beste Defensivmann bei der Partie in der Fremde. Während es zwischen den beiden Innenverteidigern Per Mertesacker und Serdar Tasci noch nicht optimal lief und auch Marcel Schäfer eher blass agierte, war Lahm eine Säule in der Viererkette. Außerdem spielte er sehr gut nach vorne mir, wo er immer wieder um erfolgreiche Situationen bemüht war. Klasse, wie er in der zweiten Halbzeit seinen Kollegen Miroslav Klose per Flanke einsetzen wollte. Der Angreifer aber verpasste knapp, bilanzierte auch wegen dieser Aktion nach dem Spiel: „Wir hätten mehr Tore erzielen müssen. Das ist das einzige, was wir beziehungsweise ich uns vorwerfen lassen müssen.“ Lahm hätte sich sicherlich über einen Assist gefreut.

Gesetzt ist nur Lahm

An seiner starken Leistung und seiner Vormachtstellung in der Mannschaft ändert dies aber wenig. Längst ist Bundestrainer Joachim Löw von den Qualitäten Lahms überzeugt. Er ist einer der ganz wenigen Spieler, die gesetzt sind. Darauf würde er sich aber nie ausruhen. Er sucht neue Herausforderungen, neue Aufgaben. Etwa der Wechsel auf die rechte Seite. Und sogar dort, das wird auch Günther Netzer so sehen, kann er auf Dauer trotz seiner kleinen Gestalt zu einem ganz Großen werden...

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