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Vorschau: Gruppe 1
In Gruppe 1 startet Portugal als großer Favorit in die Qualifikation für die WM 2010, gefolgt von Schweden und Dänemark. Ungarn, Albanien und Malta sind in dieser Gruppe nur Außenseiter, können den Favoriten im Kampf um Platz 1 aber durchaus wichtige Punkte abnehmen.
Von Michael SCHELLER
Portugal Favorit auf den Gruppensieg
Die portugiesische Nationalmannschaft ist zweifelsfrei ein Hochkaräter im Weltfußball. Auch wenn nach dem zweiten Platz bei der EURO 2004 vor heimischen Publikum und Platz vier bei der WM 2006 in Deutschland, bei der EURO 2008 bereits im Viertelfinale Schluss war. Nach dem 2:3 gegen das deutsche Nationalteam im Spiel um Platz drei gab zudem Nationaltrainer Scolari seinen Rücktritt bekannt und heuerte bei Chelsea London an.
Früher Eusebio, heute Ronaldo
In früheren Zeiten war Eusebio bekanntester Spieler bei den Portugiesen, ein unvergessener Weltklasse-Stürmer. Bei der WM 1966 gewann Eusebio den Goldenen Schuh, noch vor Helmut Haller und Franz Beckenbauer. Unvergessen, wie er für Portugal im Spiel gegen Nordkorea nach einem 0:3 Rückstand mit vier Toren noch Entscheidend zum 5:3 Sieg Portugals beitrug. In die Fußstapfen von Eusebio tritt mit Christiano Ronaldo ein Spieler, für den Real Madrid auf dem Transfermarkt Rekordsummen bietet, aber Manchester United bisher dankend ablehnte.
Generationswechsel vollzogen
Die Perspektiven der portugiesischen Nationalmannschaft sind nach wie vor äußerst vielversprechend. Dank einer gelungenen Mischung aus Routiniers wie Deco, Maniche und Costinha auf der einen sowie jungen Spielern wie Christiano Ronaldo, Quaresma und Nani auf der anderen Seite, wurde bereits ein sanfter Generationswechsel unter Beibehaltung des hohen Leistungsniveaus der Mannschaft vollzogen. Auf dem Weg zum Gruppensieg dürfte kein Weg an dem Team von Trainer Carlos Queiroz vorbei führen.
"Oldie" Larsson führt Schweden an
Die Schweden haben bereits elf Mal an der Endrunde zu einer Fußball-Weltmeisterschaft teilgenommen. Die Erfolgsliste der Schweden bei WM-Turnieren ist lang. Sie erreichten zwei Mal das Halbfinale (1938 und 1994) sowie ein Mal das Finale (1958). Enttäuschen verliefen jedoch die letzten drei großen Turniere. Das Team qualifizierte sich immer für die Endrunde, überstand jeweils die Gruppenphase und schied dann in der ersten K.O.-Runde aus.
Angeführt werden die Schweden von ihrem „Oldie“ Henrik Larsson, der als Kapitän die Nachfolgen von Fredrik Ljungberg antritt. Stars im Team von Trainer Lagerbäck sind der Weltklasse-Stürmer Zlatan Ibrahimovic (Inter Mailand), Stürmer Johan Elmander (Bolton Wanderers) und Abwehrchef Olof Mellberg (Juventus Turin). Die größte Überraschung wäre es, wenn es das Team zum dritten Mal in Folge nicht schafft, sich für eine WM-Endrunde zu qualifizieren.
Danish Dynamite will zünden
Zahlreiche ausgezeichnete Fußballer haben schon das dänische Nationaltrikot getragen. Zu den bekanntesten gehören Allan Simonsen, der als erster Däne Europas Fußballer des Jahres wurde, sowie Michael Laudrup, der große Star des dänischen Teams von 1986, als die Dänen in Mexico erstmals an einer WM-Endrunde teilnahmen. Mit drei Siegen (unter anderem 6:1 gegen Uruguay) wurden sie noch vor Deutschland Gruppenerster. Im Achtelfinale war Schluss, als Emilio Butrageno die Dänen bei Spaniens 5:1 Sieg mit vier Toren praktisch alleine aus dem Wettbewerb schoss.
Sechs Jahre später, 1992, folgte der größte Erfolg für den dänischen Fußball. Bei der Europameisterschaft in Schweden wurden die Dänen nach einem 2:0 Sieg im Endspiel gegen Deutschland völlig überraschend Europameister. Eigentlich schon in der Qualifikation ausgeschieden, durfte Dänemark doch noch Teilnehmen, da Jugoslawien sein Team zurückziehen musste. Auch danach konnte die Dänen noch weitere Erfolge feiern. Bei der WM 1998 schieden die Dänen erst im Viertelfinale gegen Brasilien aus, 2002 war im Achtelfinale gegen England schluss. Bei der Europameisterschaft 2004 wurden die Dänen erst durch ein 0:3 gegen die Tschechische Republik gestoppt. Für die WM 2006 und die EM 2008 blieb dem Team jedoch nur die Zuschauerrolle. Nun soll das Danish Dynamite wieder zünden, und die Qualifikation für die WM 2010 geschafft werden.
Ungarn setzt auf die Bundesliga
Gleich fünf Bundesliga-Profis sollen Ungarn den Weg nach Südafrika ebnen. Der niederländische Trainer der Ungarn, Erwin Koeman, nominierte Szabolcs Huszti (Hannover 96), Tama Hajnal (Borussia Dortmund), Pal Dardai (Hertha BSC Berlin), Zsolt Löw (1899 Hoffenheim) und Sandor Torghelle (FC Augsburg) für die Spiele gegen Dänemark (6. September) und in Schweden (10. September).
In den früheren Jahren galten die Ungarn als eines der dominierenden Teams bei Fußball-Weltmeisterschaften. Zwei Mal erreichten sie das Finale, erstmals 1938, als sie gegen Italien verloren. Legendär war das Finale 1954 in Bern gegen Deutschland, als das Team um Ferenc Puskas als unschlagbar galt. Im Endspiel verloren die Ungarn trotz einer 2:0 Führung gegen Deutschland noch mit 2:3 und verpassten wieder den Titel. In jüngerer Zeit sorgten die Ungarn mit der Verpflichtung von Lothar Matthäus als Nationaltrainer für Aufsehen. Aber auch Matthäus vermochte es nicht, die Ungarn zur WM 2006 in Deutschland zu führen, da die Mannschaft in der Qualifikation in ihrer Gruppe nur den vierten Rang erreichte.
Albanien mit drei Bundesliga-Profis
Albanien hat sich bisher noch nie für eine WM- oder EM-Endrunde qualifizieren können. Auch diesmal wird es das kleine Land bei Gegnern wie Portugal und Schweden schwer haben.
In der Vergangenheit machten die Albaner immer wieder mit Überraschungssiegen auf sich aufmerksam. In der Qualifikation für die WM 2006 in Deutschland starteten sie mit einem 2:1 Sieg über den frisch gebackenen Europameister Griechenland. In zwölf Spielen holten die Albaner beachtliche vier Siege – und das in der damaligen schwersten Qualifikationsgruppe. Das 2:2-Unentschieden gegen Gruppensieger Ukraine machte deutlich, dass die Albaner an einem guten Tag jedem Gegner das Leben schwer machen können.
Albanien wird trainiert von dem Niederländer Arie Haan. Mit Ervin Skela (Energie Cottbus), Altin Lala (Hannover 96) und Jahmir Hyka (FSV Mainz 05) hat Haan gleich drei Bundesliga-Profis in seinen Kader für die Spiele gegen Schweden (6. September) und Malta (10. September) berufen.
Malta: 62 Qualifikationsspiele Spiele und nur ein Sieg
Maltas Fußball hat eine überraschend lange Tradition. Gegründet 1900, ist der maltesische Fußball-Verband einer der ältesten in Europa. 1972 trugen die Malteser erstmals Qualifikationsspiele für eine Fußball-WM aus. Die sportlichen Erfolge hingegen blieben meist aus. Den bisher einzigen Sieg in 62 WM-Qualifikationsspielen feierten die Malteser im Mai 1993 beim 1:0 Auswärtssieg in Estland während der Qualifikation für die WM 1994 in den USA. Bei der Vorausscheidung für die WM 2006 holten sie in ihren Heimspielen Unentschieden gegen Kroatien und Bulgarien, und im Rahmen der Qualifikation zur EURO 2008 ein 2:2-Unentschieden gegen die Türkei.
Malta ist immer in der Lage, über sich hinaus zu wachsen und für eine Überraschung zu sorgen.
Eure Meinung: Ist Portugal der Gruppensieg zu nehmen?
Portugal Favorit auf den Gruppensieg
Die portugiesische Nationalmannschaft ist zweifelsfrei ein Hochkaräter im Weltfußball. Auch wenn nach dem zweiten Platz bei der EURO 2004 vor heimischen Publikum und Platz vier bei der WM 2006 in Deutschland, bei der EURO 2008 bereits im Viertelfinale Schluss war. Nach dem 2:3 gegen das deutsche Nationalteam im Spiel um Platz drei gab zudem Nationaltrainer Scolari seinen Rücktritt bekannt und heuerte bei Chelsea London an.
Früher Eusebio, heute Ronaldo
In früheren Zeiten war Eusebio bekanntester Spieler bei den Portugiesen, ein unvergessener Weltklasse-Stürmer. Bei der WM 1966 gewann Eusebio den Goldenen Schuh, noch vor Helmut Haller und Franz Beckenbauer. Unvergessen, wie er für Portugal im Spiel gegen Nordkorea nach einem 0:3 Rückstand mit vier Toren noch Entscheidend zum 5:3 Sieg Portugals beitrug. In die Fußstapfen von Eusebio tritt mit Christiano Ronaldo ein Spieler, für den Real Madrid auf dem Transfermarkt Rekordsummen bietet, aber Manchester United bisher dankend ablehnte.
Generationswechsel vollzogen
Die Perspektiven der portugiesischen Nationalmannschaft sind nach wie vor äußerst vielversprechend. Dank einer gelungenen Mischung aus Routiniers wie Deco, Maniche und Costinha auf der einen sowie jungen Spielern wie Christiano Ronaldo, Quaresma und Nani auf der anderen Seite, wurde bereits ein sanfter Generationswechsel unter Beibehaltung des hohen Leistungsniveaus der Mannschaft vollzogen. Auf dem Weg zum Gruppensieg dürfte kein Weg an dem Team von Trainer Carlos Queiroz vorbei führen.
"Oldie" Larsson führt Schweden an
Die Schweden haben bereits elf Mal an der Endrunde zu einer Fußball-Weltmeisterschaft teilgenommen. Die Erfolgsliste der Schweden bei WM-Turnieren ist lang. Sie erreichten zwei Mal das Halbfinale (1938 und 1994) sowie ein Mal das Finale (1958). Enttäuschen verliefen jedoch die letzten drei großen Turniere. Das Team qualifizierte sich immer für die Endrunde, überstand jeweils die Gruppenphase und schied dann in der ersten K.O.-Runde aus.
Angeführt werden die Schweden von ihrem „Oldie“ Henrik Larsson, der als Kapitän die Nachfolgen von Fredrik Ljungberg antritt. Stars im Team von Trainer Lagerbäck sind der Weltklasse-Stürmer Zlatan Ibrahimovic (Inter Mailand), Stürmer Johan Elmander (Bolton Wanderers) und Abwehrchef Olof Mellberg (Juventus Turin). Die größte Überraschung wäre es, wenn es das Team zum dritten Mal in Folge nicht schafft, sich für eine WM-Endrunde zu qualifizieren.
Danish Dynamite will zünden
Zahlreiche ausgezeichnete Fußballer haben schon das dänische Nationaltrikot getragen. Zu den bekanntesten gehören Allan Simonsen, der als erster Däne Europas Fußballer des Jahres wurde, sowie Michael Laudrup, der große Star des dänischen Teams von 1986, als die Dänen in Mexico erstmals an einer WM-Endrunde teilnahmen. Mit drei Siegen (unter anderem 6:1 gegen Uruguay) wurden sie noch vor Deutschland Gruppenerster. Im Achtelfinale war Schluss, als Emilio Butrageno die Dänen bei Spaniens 5:1 Sieg mit vier Toren praktisch alleine aus dem Wettbewerb schoss.
Sechs Jahre später, 1992, folgte der größte Erfolg für den dänischen Fußball. Bei der Europameisterschaft in Schweden wurden die Dänen nach einem 2:0 Sieg im Endspiel gegen Deutschland völlig überraschend Europameister. Eigentlich schon in der Qualifikation ausgeschieden, durfte Dänemark doch noch Teilnehmen, da Jugoslawien sein Team zurückziehen musste. Auch danach konnte die Dänen noch weitere Erfolge feiern. Bei der WM 1998 schieden die Dänen erst im Viertelfinale gegen Brasilien aus, 2002 war im Achtelfinale gegen England schluss. Bei der Europameisterschaft 2004 wurden die Dänen erst durch ein 0:3 gegen die Tschechische Republik gestoppt. Für die WM 2006 und die EM 2008 blieb dem Team jedoch nur die Zuschauerrolle. Nun soll das Danish Dynamite wieder zünden, und die Qualifikation für die WM 2010 geschafft werden.
Ungarn setzt auf die Bundesliga
Gleich fünf Bundesliga-Profis sollen Ungarn den Weg nach Südafrika ebnen. Der niederländische Trainer der Ungarn, Erwin Koeman, nominierte Szabolcs Huszti (Hannover 96), Tama Hajnal (Borussia Dortmund), Pal Dardai (Hertha BSC Berlin), Zsolt Löw (1899 Hoffenheim) und Sandor Torghelle (FC Augsburg) für die Spiele gegen Dänemark (6. September) und in Schweden (10. September).
In den früheren Jahren galten die Ungarn als eines der dominierenden Teams bei Fußball-Weltmeisterschaften. Zwei Mal erreichten sie das Finale, erstmals 1938, als sie gegen Italien verloren. Legendär war das Finale 1954 in Bern gegen Deutschland, als das Team um Ferenc Puskas als unschlagbar galt. Im Endspiel verloren die Ungarn trotz einer 2:0 Führung gegen Deutschland noch mit 2:3 und verpassten wieder den Titel. In jüngerer Zeit sorgten die Ungarn mit der Verpflichtung von Lothar Matthäus als Nationaltrainer für Aufsehen. Aber auch Matthäus vermochte es nicht, die Ungarn zur WM 2006 in Deutschland zu führen, da die Mannschaft in der Qualifikation in ihrer Gruppe nur den vierten Rang erreichte.
Albanien mit drei Bundesliga-Profis
Albanien hat sich bisher noch nie für eine WM- oder EM-Endrunde qualifizieren können. Auch diesmal wird es das kleine Land bei Gegnern wie Portugal und Schweden schwer haben.
In der Vergangenheit machten die Albaner immer wieder mit Überraschungssiegen auf sich aufmerksam. In der Qualifikation für die WM 2006 in Deutschland starteten sie mit einem 2:1 Sieg über den frisch gebackenen Europameister Griechenland. In zwölf Spielen holten die Albaner beachtliche vier Siege – und das in der damaligen schwersten Qualifikationsgruppe. Das 2:2-Unentschieden gegen Gruppensieger Ukraine machte deutlich, dass die Albaner an einem guten Tag jedem Gegner das Leben schwer machen können.
Albanien wird trainiert von dem Niederländer Arie Haan. Mit Ervin Skela (Energie Cottbus), Altin Lala (Hannover 96) und Jahmir Hyka (FSV Mainz 05) hat Haan gleich drei Bundesliga-Profis in seinen Kader für die Spiele gegen Schweden (6. September) und Malta (10. September) berufen.
Malta: 62 Qualifikationsspiele Spiele und nur ein Sieg
Maltas Fußball hat eine überraschend lange Tradition. Gegründet 1900, ist der maltesische Fußball-Verband einer der ältesten in Europa. 1972 trugen die Malteser erstmals Qualifikationsspiele für eine Fußball-WM aus. Die sportlichen Erfolge hingegen blieben meist aus. Den bisher einzigen Sieg in 62 WM-Qualifikationsspielen feierten die Malteser im Mai 1993 beim 1:0 Auswärtssieg in Estland während der Qualifikation für die WM 1994 in den USA. Bei der Vorausscheidung für die WM 2006 holten sie in ihren Heimspielen Unentschieden gegen Kroatien und Bulgarien, und im Rahmen der Qualifikation zur EURO 2008 ein 2:2-Unentschieden gegen die Türkei.
Malta ist immer in der Lage, über sich hinaus zu wachsen und für eine Überraschung zu sorgen.
Eure Meinung: Ist Portugal der Gruppensieg zu nehmen?
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Tschechien - Ungarn
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Tschechien 2-0 Ungarn
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Tschechien 2-1 Ungarn
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Tschechien 3-0 Ungarn
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